Inspektionstechnik 3D-Inspektion von glänzenden und beschichteten Oberflächen

Redakteur: Victoria Sonnenberg

Bei der automatischen Oberflächeninspektion von metallischen Teilen führen Verschmutzungen, Bearbeitungsspuren, Waschmittelrückstände und zulässige Materialverfärbungen beim Einsatz von 2D Inspektionsmethoden oft zu erhöhtem Pseudoausschuss. Als Lösung hat Octum ein 3D-System entwickelt, das auf der Basis der bisher bewährten Systembaureihe zur Oberflächeninspektion entwickelt wurde.

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3D-Sensor zur Oberflächeninspektion detektiert Oberflächenfehler mit und ohne 3D-Anteil. Bild: Octum
3D-Sensor zur Oberflächeninspektion detektiert Oberflächenfehler mit und ohne 3D-Anteil. Bild: Octum
( Archiv: Vogel Business Media )

Die 3D Bildaufnahme erfolgt mit einem kompakten 3D-Lasertriangulations-Sensor mit telezentrischer Optik und liefert gleichzeitig ein Höhenbild, Helligkeitsbild und Reflektionsbild des Objektes. Die telezentrische Optik erleichtere eine flexible Handhabung der Inspektionsbereiche im gesamten Messfeld der Kamera ohne dass eine aufwendige Nachbearbeitung der Randbereiche nötig wären. Auch die Fehlerdarstellung sei im gesamten Messbereich gleich und benötige keine Sonderhandlung bei der Klassifikation.

Dellen, Poren, Schlagstellen oder Riefen direkt im 3D-Bild schnell klassifizieren

Zudem wurde die Systemsoftware CV-Inspect für die gleichzeitige Auswertung von 16-bit-Höhenbilder und Helligkeitsbilder weiterentwickelt, die nun neue Möglichkeiten in der Fehlersegmentierung und Klassifikation eröffnen soll.

So könnten Oberflächenfehler, die eine lokale 3D Abweichung darstellen, beispielsweise Dellen, Poren, Schlagstellen oder Riefen direkt im 3D-Bild schnell und sicher klassifiziert werden. Kontrastfehler ohne 3D-Anteil hingegen wie Verfärbungen oder Rost werden direkt im Helligkeitsbild oder Reflektionsbild segmentiert und klassifiziert, heißt es weiter.

Bildaufnahme erfolge auch auf dunklen Oberflächen

Die Bildaufnahme erfolge auch auf dunklen Oberflächen, wie Metall, Kunststoff oder Gummi mit maximal 13 kHz und gewährleiste kurze produktionstaugliche Zykluszeiten. Die Systemauflösung wird applikationsspezifisch projektiert, typische Auflösungen inX, Y,Zsind beispielsweise 20 µm × 20 µm × 3 µm.

Damit sind auch kleine Oberflächen detektierbar. Die Oberflächeninspektion eigne sich für den Einsatz in der Automobilindustrie, sowie in der Metallbearbeitung und Elektronik.

Octum GmbH auf der Motek 2011: Halle 5, Stand 5439

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