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Altes Viermaster-Segelschiff wird per Plasmaschnitt neu geboren

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die Peters Werft setzt bei der Bearbeitung neuer Metallbauteile für das 115 m lange und 115 Jahre alte Segelschiff „Peking“ unter anderem auf eine Plasma-Autogenschneidanlage von Microstep, wie es heißt.

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Die Peters Werft restauriert mit der mehr als ein Jahrhundert alten „Peking“ ein Segelschiff für das Hamburger Hafenmuseum. Dabei, heißt es, setzt die Werft auch auf die Schneidtechnologie von Microstep.
Die Peters Werft restauriert mit der mehr als ein Jahrhundert alten „Peking“ ein Segelschiff für das Hamburger Hafenmuseum. Dabei, heißt es, setzt die Werft auch auf die Schneidtechnologie von Microstep.
( Bild: Wikimedia Commonsby - Gryffindor )

Bei all den anfallenden Arbeiten bei der Restauration dem im Jahre 1911 in See gestochenen Schiffsoldtimers setze die Peters Werft auf die zuverlässige Microstep-Technologie. Denn die Schiffbauexperten nutzen dazu eine Plasma-Autogenschneidmaschihne des, wie es heißt, Weltmarktführers im automatisierten Plasmaschneiden.

Mehr als nur Plasmaschneiden

Seit wenigen Wochen ist ein Schneidsystem der Combicut-Baureihe im schleswig-holsteinischen Wewelsfleth in Betrieb. Die besonders widerstandsfähige und robuste Ausführung des Systems ermögliche die Bearbeitung von Flachmaterial auf einem 12.000 mm × 3.500 mm großen Brennschneidtisch. Durch den Einsatz des R5 Rotators von Microstep sind laut Hersteller Fasenschnitte zum Beispiel für die Schweißnahtvorbereitung bis zu 50° möglich. Als Plasmastromquelle ist eine HiFocus 360i neo mit automatischer Gaskonsole sowie die sogenannte „Contour Cut Speed“- Technologie von Kjellberg Finsterwalde im Einsatz, so Microstep. Die automatische sowie patentierte Kalibriereinheit ACTG sorge für präzise und wiederholgenaue Schnitte auch im Mehrschichtbetrieb. Durch einen zusätzlichen Autogensupport ließen sich auch höhere Materialstärken problemlos schneiden. Zusätzliche wurde die multifunktionale Schneidanlage um eine CCD-Kamera erweitert, mit der Schneidschablonen digitalisiert werden können. Eine Möglichkeit zur automatischen Tintenstrahlbeschriftung ist außerdem mit an „Bord“.

Bewegte maritime Geschichte in neuem Kleid

Deutsches Reich, Großbritannien, USA und Deutschland; so heißen die Flaggen unter denen der Viermaster „Peking“ durch die Jahrzehnte segelte, seitdem er im Februar 1911 in der Hamburger Werft Blohm + Voss vom Stapel gelaufen ist. Auch die Maße dieses Frachtseglers sind mit 115 m Länge, rund 15 m Breite und auf 32 Segel verteilte 4100 m² Segelfläche beeindruckend. In seiner rund 100-jährigen Fahrtzeit befuhr das Schiff vor allem die Route zwischen Europa und Chile. Es diente dabei als Frachter sowie auch als Schulschiff. Zuletzt durften Besucher den historischen Segler im Hafen von New York bewundern.

Und bald können die Touristen in Hamburg den Oldtimer „entern“, denn der Viermaster findet den Weg nach Hause ins Hafenmuseum der Hansestadt. Der aufwendige Transport erfolgte im Juli 2017, der Liegeplatz wird voraussichtlich ab Ende 2019 vis a vis zur Elbphilharmonie sein. Zuvor gilt es aber eben noch diese geballten 115 Jahre Geschichte, sowie die Zeichen von Wind und Wetter aus dem Schiff zu polieren, bis es wieder in altem Glanz erstrahlt. Das bedarf viel Technik, Erfahrung und Know-how. Und das leistet die Peters Werft GmbH. Das mittelständische Unternehmen bietet heute den Neubau, Umbau oder auch Reparaturen an – die Wurzeln der Werft gehen zurück bis ins Jahr 1871.

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