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Messe Aluminium

Aluminium bleibt auf Wachstumskurs

| Redakteur: Frauke Finus

„Trotzdem“, es war das Wort auf der Aluminium, wie Veranstalter Reedexpo mitteilt. Denn die aktuellen handelspolitischen Auseinandersetzungen wie US-Strafzölle, Sanktionen gegen Russland und vereinzelte Engpässe in der Rohstoffversorgung änderten nichts daran, dass die globale Produktion und Nachfrage weiterhin wächst. Das unterstrich die Aluminium 2018, die größer und internationaler war als jemals zuvor.

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Besucher aus 123 Nationen kamen nach Düsseldorf zur Aluminium.
Besucher aus 123 Nationen kamen nach Düsseldorf zur Aluminium.
( Bild: Reedexpo )

„Die Aluminium ist eine Messe für das leichte Metall, aber ein Schwergewicht in ihrer globalen Bedeutung für die Branche. Gerade in Zeiten, in denen es zu Irritationen kommt und sich Märkte in Teilen neu formieren, können Messen eine zentrale Orientierungsfunktion im globalen Handel übernehmen“, resümiert Hans-Joachim Erbel, CEO Reed Exhibitions Deutschland, dem Veranstalter der Messe.

Das erklärt auch, warum die Besucherzahl trotz der aktuellen Herausforderungen und Hindernisse im internationalen Handel stabil geblieben ist: „Hier kommt die Welt zusammen, da will einfach niemand fehlen“, so Hans-Joachim Erbel. Denn der Aluminium-Rush – darüber besteht bei allen Branchenvertretern grundlegende Einigung – wird weiter an Dynamik gewinnen, wie es heißt.

Insgesamt zählte der Veranstalter 24.148 Fachbesucher (Vorjahr: 24.373). Ein Ergebnis, mit dem die Aluminium nahezu auf den Punkt das bisherige Rekordergebnis der Vorveranstaltung erreicht hat

Weiterhin steigende Internationalität

Egal ob aus Südafrika, den USA oder Brasilien, ob aus Japan, Neuseeland und natürlich aus Europa – Besucher aus 123 Nationen (Vorveranstaltung 108 Länder) machten die Messe zur „United Nations of Aluminium“. Bemerkenswert hoch mit fast 20 % ist der Anteil der Auslandsbesucher, die aus Übersee nach Düsseldorf kamen. Damit stieg der Internationalitätsgrad von 58 auf 63 %, wie der Veranstalter mitteilt.

„Das ist ein Qualitäts-Maßstab für die weltweite Relevanz der Messe, in der sich die Entwicklung der internationalen Märkte widerspiegelt“, so Olaf Freier, Event Director der Aluminium, zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung.

Ein Bild, das sich mit dem auf Ausstellerseite deckt. Denn inzwischen kommen über zwei Drittel der Aussteller – insgesamt 664 Unternehmen – aus dem Ausland. Ein Plus von 4 % gegenüber der Vorveranstaltung, wie es weiter heißt.

Insgesamt waren auf der diesjährigen Weltmesse der Aluminiumindustrie 971 Aussteller vertreten. Angeführt wird die Liste der 54 vertretenen Nationen von Deutschland (307), es folgt Italien als zweitstärkste Ausstellernation (118), danach China (103), die Türkei (64), Spanien (32), Österreich gleichauf mit Spanien (32), die USA (29), die Niederlande (25), Frankreich und Großbritannien (mit jeweils 23 Ausstellern) sowie Kanada (19).

Nachfrage entwickelt sich weltweit dynamisch

Das Material der Zukunft hat mehr Zukunft vor sich als Vergangenheit hinter sich. „Der langfristige globale Trend beim Primäraluminium ist sehr positiv. Die Nachfrage dürfte Prognosen zufolge bis 2050 um 50 % zulegen und bis zu 108 Mio. t erreichen. Das schnellste Wachstum sehen wir in asiatischen Ländern, allerdings ist Europa derzeit der zweitgrößte Markt für Primäraluminium und wird dies vermutlich bis mindestens 2050 bleiben. In den nächsten Jahrzehnten wird Europa nach unseren Schätzungen jährlich rund 9 Mio. t Primäraluminium benötigen“, so Dr. Gerd Götz, Director General des europäischen Branchenverbandes European Aluminium.

Die Prognose deckt sich mit den Ergebnissen der repräsentativen Konjunkturbefragung, die im Rahmen der Aluminium von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut erhoben wurden. Demnach erwarten 69 % der mehr als 600 befragten Unternehmen, eine stark oder leicht steigende wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden vier Jahren. Lediglich 6 % der Betriebe gehen von einer leichten Abschwächung aus. Der Rest erwartet zumindest einen gleichbleibenden Geschäftsverlauf, wie es weiter heißt.

„Elektromobilität, Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder additive Fertigung – das sind einige der Megatrends, die der Aluminiumbranche in Zukunft weiteren Schub verleihen werden“, erwartet deshalb Christian Wellner, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie. Die deutsche Aluminiumindustrie sei für diese Herausforderungen gut gerüstet: „Bei uns werden die Produkte und Lösungen von Morgen (mit-)entwickelt“, so Christian Wellner zum Abschluss der Aluminium.

Die nächste Ausgabe der Aluminium findet vom 6. bis 8. Oktober 2020 in Düsseldorf statt.

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