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Aluminiumrecycling wird wichtiger

| Autor: Stéphane Itasse

Das Aluminiumrecycling wird immer mehr zum Schlüsselfaktor in der Wertschöpfungskette. Gebrauchtes Aluminium ist zur ergiebigen Rohstoffquelle geworden. Zudem leistet das Recycling einen Beitrag zur Ressourcenschonung und Emissionsminderung. Das Potential und die technischen Möglichkeiten des Recyclings zeigt die Messe Aluminium vom 29. November bis 1. Dezember 2016 in Düsseldorf deshalb mit einem Recycling-Pavillon.

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Wiederverwertetes Aluminium trägt zur Ressourcenschonung und Emissionsminderung bei.
Wiederverwertetes Aluminium trägt zur Ressourcenschonung und Emissionsminderung bei.
(Bild: Messe Aluminium/Behrendt & Rausch Fotografie)

Damit spiegelt die Messe Aluminium nach eigenen Angaben die verstärkte Ausrichtung der Aluminiumindustrie auf die Themen Material- und Ressourceneffizienz wider. In Europa stammen nach Angaben des Branchenverbandes European Aluminium bereits 52 % der Produktion aus Recycling-Aluminium. 2015 waren das 10,5 Mio. t.

Angebot an Aluminiumschrott kann Nachfrage nicht decken

In Deutschland wurden im Jahr 2015 nach Angaben des Gesamtverbandes der Aluminiumindustrie (GDA) 620.100 t Aluminium im Umschmelzverfahren produziert – ein Plus von 3,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Produktion von Hüttenaluminium in Deutschland betrug im gleichen Zeitraum 541.400 t (plus 2 %).

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Seit 2005 hat sich die weltweite Nachfrage nach Aluminium-Schrotten (Neuschrott aus der laufenden Aluminiumproduktion sowie Altschrott aus gebrauchten Produkten) verdoppelt und sie wird in den kommenden Jahren weiter stark steigen.

Wie beim Primäraluminium ist auch hier der Verkehrssektor einer der Wachstumsmotoren. Autobauer wie Ford, Mercedes, BMW oder Jaguar bekennen sich zum recycelten Aluminium. Was die gesamte Aluminium verarbeitende Industrie vor Versorgungsprobleme stellt: Weltweit können derzeit nur circa 30 % des Aluminiumbedarfs aus Schrotten gedeckt werden. Innovationen beim Recycling werden deshalb wichtiger.

Aluminiumrecycler bauen ihre Anlagen aus

Um die gestiegene Nachfrage nach Aluminium zu bedienen und Schrotte intensiver zu nutzen, baut die Branche ihre Recycling-Kapazitäten aus. Neue Sortiertechniken werden dabei mittelfristig an Bedeutung gewinnen. Erst Anfang Mai hatte der Aluminiumkonzern Hydro eine neue Anlage für das Recycling von bis zu 50.000 t gebrauchter Getränkedosen pro Jahr in seinem Werk in Neuss in Betrieb genommen. Dabei setzt das Unternehmen auf eine selbst entwickelte und patentierte Sortiertechnik.

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