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Amtsgericht Aachen nimmt Cemecon-Insolvenzplan an

| Redakteur: Stéphane Itasse

Das Amtsgericht Aachen hat den von Thomas Georg, Insolvenzverwalter der Cemecon AG, eingereichten Insolvenzplan genehmigt. Nehmen auch die Gläubiger auf ihrer Versammlung in der ersten Maihälfte den Insolvenzplan an, kann das Insolvenzverfahren voraussichtlich noch im Sommer 2011 eingestellt werden, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt.

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Der Hersteller von Beschichtungsanlagen Cemecon könnte bald die Insolvenz hinter sich lassen. (Bild: MM-Archiv)
Der Hersteller von Beschichtungsanlagen Cemecon könnte bald die Insolvenz hinter sich lassen. (Bild: MM-Archiv)

Cemecon hat sich in den vergangenen Monaten stabilisiert, heißt es weiter. „Unsere Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen, die wir seit Insolvenzantrag umgesetzt haben, greifen zunehmend. Die Cemecon AG ist auf einem guten Weg“, sagt Insolvenzverwalter Georg.

Cemecon wieder auf gesunder Basis

Zusammen mit Management, Betriebsrat und Belegschaft habe es Georg geschafft, diese schwere Phase zu überwinden und das Unternehmen zu stabilisieren. Er konnte so das Unternehmen wieder auf eine gesunde Basis für die Zukunft stellen. „Cemecon erhält durch das Insolvenzplanverfahren eine zweite Chance“, sagt Georg.

Die Verantwortlichen von Cemecon hatten Mitte Juni 2009 beim zuständigen Amtsgericht in Aachen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Grund war die Wirtschaftskrise und dabei insbesondere die starke Branchenkrise, die bei Cemecon zu einem Umsatzrückgang von bis zu 50% im Bereich Beschichtung und bis zu 80% im Bereich des Anlagenbaus führte.

Cemecon an veränderte Marktbedingungen angepasst

Georg führt den Geschäftsbetrieb seit Insolvenzantragstellung fort. Er setzte gemeinsam mit dem Vorstand Sanierungsmaßnahmen um und passte Cemecon an die veränderten Marktbedingungen an. Auf der Gläubigerversammlung Mitte November 2009 hatten die Gläubiger beschlossen, die Vermögenswerte an ein Firmenkonsortium zu verkaufen.

Da das Konsortium die Finanzierung nicht fristgerecht sicherstellen konnte, ist der Verkauf Ende 2009 kurzfristig geplatzt. Ziel des Insolvenzverwalters Georg ist es seitdem, das Unternehmen über ein Insolvenzplanverfahren auf sichere Beine zu stellen und so aus der Insolvenz zu führen.

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