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Andritz will Schuler übernehmen

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„Wir konnten uns aufgrund innovationsgeprägter Wettbewerbsvorteile und einer starken Stellung in Wachstumsmärkten vom rückläufigen Trend im deutschen Maschinenbau entkoppeln“, so Klebert. Schuler war vom zwölfmonatigen Rückgang der Auftragseingänge, der mittlerweile zum Halt kam, nicht betroffen.

Schuler wächst in Deutschland und China besonders stark

Besonders positiv entwickelten sich, so Klebert, die Bestellungen aus Deutschland, die knapp 40 % aller Aufträge ausmachten. Weiterhin verzeichne Schuler eine hohe Nachfrage insbesondere aus China. Auch der amerikanische Markt habe sich kräftig belebt. Mit einem Auftragsbestand von 1,22 Mrd. Euro zum 31. März 2012 erzielte das Traditionsunternehmen einen Rekordwert in der über 170-jährigen Firmengeschichte.

Auf der Finanzseite weise der Konzern zum Stichtag eine Eigenkapitalquote von 24,2 % auf nach 23,0 % zum Ende des vorherigen Geschäftsjahres (30. September 2011) – und dies trotz einer Zunahme der Bilanzsumme um 6,6 % auf 954,7 Mio. Euro. Mittelfristig will der Konzern in bestehenden Märkten und Zukunftsfeldern wachsen. Der Ausbau des chinesischen Standorts Dalian vergrößere die Produktionsfläche dort um das Dreifache auf 16.000 m², und mit der Gründung einer neuen Servicegesellschaft in Polen weite Schuler sein internationales Kundendienstnetz aus.

Dienstleistungen werden für Schuler immer wichtiger

Knapp ein Viertel des Konzernumsatzes entfällt laut Mitteilung auf Dienstleistungen, die zu den Wachstumsfeldern des Unternehmens zählen. Mit der Übernahme der deutschen Atis GmbH (wir berichteten) habe Schuler im Berichtsquartal sein Produktportfolio ausgeweitet, um im weltweit wachsenden Geschäft zur Herstellung von Großrohren entsprechend aufgestellt zu sein.

Schuler hat im ersten Halbjahr nach eigenen Angaben weltweit 155 neue Stellen geschaffen. Durch die starke internationale Ausrichtung erfolgten die Neueinstellungen überwiegend im Ausland. Insgesamt hat der Konzern 5323 Beschäftigte.

Schuler hebt Prognose für Geschäftsjahr 2011/2012 an

Aufgrund der positiven Entwicklung in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2011/12 hat Schuler die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Demnach soll der Konzernumsatz des weltgrößten Pressenherstellers 2011/12 nun auf rund 1,2 Mrd. Euro steigen. Beim operativen Ergebnis rechnet der Konzern mit einer Ebitda-Marge für das laufende Geschäftsjahr von rund 9,5 % vom Umsatz. Bislang hatte Schuler beim Umsatz eine Steigerung auf mindestens 1,1 Mrd. Euro und eine Ebitda-Marge von 9 % in Aussicht gestellt.

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