Kemper Arbeitsschutz beim Schweißen vernetzen

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Auf der Schweissen & Schneiden in Düsseldorf hat Kemper ein herstellerübergreifendes B2B-Portal vorgestellt.

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Björn Kemper, Geschäftsführer der Kemper GmbH, stellt auf der Schweissen & Schneiden im Rahmen einer Pressekonferenz ein neues B2B-Portal vor.
Björn Kemper, Geschäftsführer der Kemper GmbH, stellt auf der Schweissen & Schneiden im Rahmen einer Pressekonferenz ein neues B2B-Portal vor.
(Bild: Sputnik / Maik Porsch)

Das B2B-Portal ist laut Kemper GmbHin der Lage, über die eigene Absaugtechnik hinaus Internet-of-Things-fähige Geräte und Anlagen zu vernetzen. „Mit dem neuen B2B-Portal bleibt das Internet-of-Things keine reine Luftblase mehr“, betont Björn Kemper, Geschäftsführer von Kemper. „Die mit unserem Partner Datacake entwickelte internetbasierte Cloud-Lösung ist speziell für den Mittelstand eine sichere und kosteneffiziente Alternative zu herstellerzentrierten Netzwerken.“

Offen für alle IoT-fähigen Maschinen und Anlagen

Das Portal vernetzt nicht nur die Kemper-Absaugtechnik, sondern auch weitere IoT-fähige Maschinen anderer Hersteller. Dank des offenen Standards kann der Nutzer sie einbinden und dort überwachen, wie der R&D-Verantwortliche Simon Kemper, der die Plattform mitentwickelt hat, erklärt: „Alle Geräte und Anlagen führt der Anwender in einem übersichtlichen Portal zusammen und verwaltet sowie kontrolliert sie zentral.“

Bei der Auswahl eines Gerätes visualisiert das Portal aktuelle Betriebsparameter und andere Eigenschaften ortsunabhängig auf Smartphone, Tablet oder PC, wie der Hersteller mitteilt. Messdaten, Einstellungen und besondere Ereignisse analysiere es automatisch und stelle diese Informationen anderen Maschinen im Netzwerk zur Verfügung. Dadurch sei das System beispielsweise in der Lage, einen Wartungsbedarf vorherzusagen.

Stillstandzeiten im Vorfeld ausschließen

„Mögliche Ausfälle von einzelnen Maschinen, die zum Stillstand der gesamten Produktionskette führen können, erkennt das Netzwerk proaktiv“, sagt Björn Kemper. Die Ursachenforschung durch Servicetechniker verkürze sich dank der gewonnenen Messdaten. Die Ersatzteilbeschaffung sei effizienter planbar. „Die Betriebskosten reduzieren sich immens.“

Das B2B-Portal orientiert sich dabei an den hohen Sicherheitsanforderungen mittelständischer Unternehmen, wie es heißt. Das Netzwerk werde autark implementiert. Eine Öffnung der eigenen IT-Architektur sei nicht nötig. Das Portal kommuniziere unabhängig davon auf Grundlage des gängigen Internetprotokolls.

Neue Steuerung kommuniziert über Mobilfunknetz

Im Zuge der Einführung der neuen Netzwerklösung digitalisiert Kemper sein eigenes Portfolio. Neue Geräte- und Anlagengenerationen stattet das Unternehmen standardmäßig mit einer neu entwickelten Steuerung aus. Sie kommunizieren dabei mittels spezieller IoT-SIM-Karten über das Mobilfunknetz.

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