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Montagetechnik

Atlas Copco berät Montageplaner zu Lean Production

| Redakteur: Stéphane Itasse

Atlas Copco Tools hat eine neue Abteilung namens Produktions-Transformation ins Leben gerufen. Diese berät und schult Anwender aus der Montagetechnik zum Thema Prozessoptimierung und Lean Production, wie das Unternehmen mitteilt.

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Wenn die Experten von Atlas Copco Montageprozesse optimieren sollen, werden die Schraubfälle der Kunden gesamtheitlich betrachtet.
Wenn die Experten von Atlas Copco Montageprozesse optimieren sollen, werden die Schraubfälle der Kunden gesamtheitlich betrachtet.
( Bild: Atlas Copco )

Niels Rabbe ist global verantwortlicher Business-Manager für Simultaneous Engineering und Prozessoptimierung (Sepo) bei Atlas Copco Tools. Er und seine Kollegen beraten Kunden ganzheitlich bei der Gestaltung und Optimierung von Montageprozessen. Wer die Tipps umsetzt, vermeidet Fehler, senkt seine Kosten und verbessert die Qualität seiner Produkte.

Montageprozesse gemeinsam mit den Anwendern verbessern

„In der Schraubmontage haben wir täglich mit unterschiedlichsten Materialien, Werkzeugen und Schraubverbindungen zu tun“, sagt Rabbe. „Wir betrachten die Schraubfälle unserer Kunden gesamtheitlich am Bauteil und beraten sowohl bei der konstruktiven Auslegung von Schraubfällen als auch bei der Auswahl der richtigen Anzugsstrategien und deren Auswirkungen auf den Montageprozess.“ Das Sepo-Team von Atlas Copco Tools analysiert die Situation eines Anwenders und erarbeitet gemeinsam mit ihm Möglichkeiten, Prozesse zu optimieren.

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Als Beispiel führt Niels Rabbe die SMP Deutschland GmbH in Neustadt auf: „Der Automobilzulieferer hatte Probleme mit hohen Fehlerraten bei der Montage von Trägerrahmen für Lautsprecher. Wir konnten einfache Ansätze aufzeigen, die die Nacharbeitsraten auf null brachten.“ Die Einsparpotenziale liegen auf der Hand.

Für eine wirtschaftlich sinnvolle Optimierung muss oft der ganze Montageprozess hinterfragt werden

Doch häufig sind die Wünsche oder Lösungsansätze deutlich komplexer. „In Fällen, wo ein Kunde sehr hohe Investitionen in moderne Technologien tätigen müsste, beispielsweise bei der Umstellung seiner Produktion von Druckluftschraubern auf gesteuerte Systeme mit Datendokumentation und Integration in ein Montagekonzept, reden wir oft über sechsstellige Investitionssummen“, betont Rabbe. „In diesen Fällen schaffen wir die Grundlagen für eine fundierte Amortisationsrechnung, zeigen Einflussgrößen und Einsparpotenziale auf. So kann der Kunde abwägen, ob eine Umstellung der Produktion wirtschaftlich ist.“

In vielen Gesprächen und Fällen haben Niels Rabbe und seine Kollegen allerdings festgestellt, dass sich Prozesse zwar zum Beispiel mit einem besseren Werkzeug effizienter gestalten lassen, aber oft Luft nach oben bleibt: „Eine wirtschaftlich sinnvolle Optimierung lässt sich vielfach erst dann erzielen, wenn wir alles hinterfragen und die Produktion im Sinne einer „Lean Production“ komplett umorganisieren dürfen“, meint Rabbe. „Dann können wir unseren Kunden einen richtigen Sprung nach vorn verschaffen.“

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