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Schneidtisch

Auch unter extremen Bedingungen keine Verunreinigungen

| Redakteur: Stefanie Michel

Eine Schneidanlage für Bleche soll in erster Linie optimal schneiden. Deshalb sind entsprechende Schneidtische nötig, die Staub, Schlacke und Funken austragen. Aktuelle Schneidtische sind nun auch für dicke Bleche über 250 mm sowie für extrem hohe Temperaturen und einen hohen Schneidstrom ausgelegt.

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Über die angetriebenen Schwingrinnen des Schneidtischs Kem-Tab Vibro werden Schlacke und Kleinteile zum Ende des Tisches transportiert und dort in einem Container gesammelt.
Über die angetriebenen Schwingrinnen des Schneidtischs Kem-Tab Vibro werden Schlacke und Kleinteile zum Ende des Tisches transportiert und dort in einem Container gesammelt.
( Bild: Kemper )

Ob Brenn-, Plasma- oder Laserschneiden: beim thermischen Trennen von Metallen muss der entstehende Rauch abgesaugt werden, um Personen in der Nähe gesundheitlich nicht zu gefährden. Staub, Funken und Rauch sind auf Dauer aber auch für die Maschine nicht ungefährlich und können Funktionen beeinträchtigen. Deshalb ist eine Absaugung unerlässlich.

Schneidtisch reinigt abgesaugte Luft schon vor

Um Filterbränden vorzubeugen, die durch angesaugte Funken entstehen können, ist ein Schneidtisch so konstruiert, dass er die abgesaugte Luft schon vorreinigt. Die Luftführung im Tisch muss also so gewählt werden, dass so wenig Funken wie möglich in die Filteranlage gelangen. Durch abnehmbare Materialauflagen sowie Staub- und Schlackebehälter, die sich leicht entnehmen und leeren lassen, soll der Tisch schließlich auch gut zu reinigen sein.

Kemper hat Absaugtische entwickelt, bei denen sich einzelne Standardmodulen miteinander verbinden lassen. Damit lassen sich beliebige Tischgrößen realisieren.

Schneidtisch mit einer Tragfähigkeit von 250 mm Stahlblech

Für extreme Bedingungen steht der nach eigenen Angaben hochwertigste Tisch Kem-Tab Hi-End zur Verfügung Auf diesem Schneidtisch können Anwender Bleche bis zu 250 mm Dicke mit sehr hohem Schneidstrom schneiden. Die während des Schneidens anfallende Schlacke und Kleinteile fallen durch die Schneidauflage hindurch und sammeln sich unter dem Tisch. Von dort können sie nach Entnahme der Schneidauflage und der Trennbleche einfach mithilfe eines Staplers ausgeräumt werden. Dies sorgt für einen wartungsarmen Betrieb, eine bessere Auslastung der Schneidanlage sowie eine damit verbundene höhere Effizienz.

Durch den Verzicht auf tragende Teile im Schneidbereich und eine Trennung von Luftstrom und Mechanik garantiert der Schneidtisch laut Hersteller eine optimale Absaugung aller Schneidstäube und hohe Sicherheit auch bei extremen Temperaturen. Der Tisch ist in Modulbreiten von 2100 bis 5200 mm verfügbar. Je nach Schneidverfahren kann zwischen verschiedenen Modellen ausgewählt werden.

Automatisches Austragsystem transportiert Schlacke zum Tischende

Mit dem Kem-Tab Vibro steht außerdem ein Schneidtisch zur Verfügung, der nicht nur unter anspruchsvollen Bedingungen eingesetzt werden kann. Er ist darüber hinaus mit einem automatischen Austragsystem ausgestattet, das nach dem Schwingförderprinzip funktioniert. Die während des Schneidens anfallende Schlacke und Kleinteile werden zum Ende des Tisches transportiert, wo sie in einem Container gesammelt und entnommen werden können. Die Schwingrinnen arbeiten im Resonanzbereich und somit energiesparend und verschleißarm. Je nach Breite des Tisches verlaufen eine oder mehrere Schwingrinnen in Längsrichtung. Die Antriebe sind außerhalb an der Stirnseite des Tisches untergebracht. Jede Rinne verfügt dabei über einen eigenen Antrieb, der sie in Schwingung versetzt.

* Weitere Informationen: Kemper GmbH, 48691 Vreden

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