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Stahlkonjunktur

Auftragseingänge bei den Stahlkochern werden weiter kräftig steigen

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Trotz mancher Risikofaktoren konnte Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl und Vorsitzender Stahlinstitut VDEh, für die Branchenkonjunktur positive Aussagen machen. „Der sich bereits im Jahr 2010 abzeichnende Aufschwung wird sich 2011 weiter fortsetzen. Und dies in einem wesentlich höheren Tempo als noch zur Jahreswende erwartet.“

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„Feste Stahlkonjunktur in unsicherem Umfeld“, so bezeichnet Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, die derzeitige Lage der deutschen Stahlindustrie. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wird die Rohstahlproduktion 2011 um etwa 4% steigen, prognostiziert Kerkhoff. lBild: Kuhn
„Feste Stahlkonjunktur in unsicherem Umfeld“, so bezeichnet Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, die derzeitige Lage der deutschen Stahlindustrie. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wird die Rohstahlproduktion 2011 um etwa 4% steigen, prognostiziert Kerkhoff. lBild: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Ursache für diesen Optimismus sind einerseits der vielversprechende Beginn des laufenden Jahres und andererseits die weiterhin günstig erscheinenden Rahmenbedingungen für eine anhaltend robuste Stahlkonjunktur. In Teilbereichen der Stahlindustrie haben sich die Bedingungen sogar noch verbessert.

Stahlindustrie knüpft an Wachstumstrend der Vorkrisenjahre an

„Die Rohstahlproduktion wird daher in diesem Jahr voraussichtlich um 4% auf dann 45,5 Mio. t zulegen“, sagte Kerkhoff. Im Dezember des vergangenen Jahres waren die Stahlexperten noch von einem Wachstum von knapp 2% (44,5 Mio. t) ausgegangen. Wie andere Branchen knüpft damit auch die Stahlindustrie an den Wachstumstrend der Vorkrisenjahre an. Allerdings werde es noch dauern, bis das hohe Niveau von 48 Mio. t wieder erreicht sei.

„Die Auftragseingänge werden weiter steigen und damit wird auch die Erzeugung von Rohstahl in den kommenden Monaten weiter zulegen“, sagte Kerkhoff. So waren bereits im vierten Quartal 2010 die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr um 14% gestiegen. Im bisherigen Jahresverlauf 2011 hat sich dieser Aufwärtstrend fortgesetzt.

Verbesserte Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage

Gestützt wird die Stahlnachfrage insbesondere durch eine wesentlich verbesserte Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage, die sich erstmals seit Ausbruch der Finanzmarktkrise im September 2008 wieder normalisiert hat. Zudem profitiere die Stahlbranche vom Aufwind in den exportorientierten Branchen des verarbeitenden Gewerbes. Dazu zählen vor allem der Straßenfahrzeug- und Maschinenbau, aber auch die Metallbearbeiter und die Röhrenindustrie tragen mit einer aufwärts gerichteten Grundtendenz zum Aufschwung bei.

Trotz des grundsätzlich positiven konjunkturellen Ausblicks wird die Stimmung leicht getrübt. Grund dafür sind die aktuelle Natur- und Nuklearkatastrophen in Japan sowie die politischen Unruhen im Nahen Osten.

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