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Auftragseingang bei Schuler so hoch wie noch nie

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Schuler AG, Göppingen, hat ihren Aufwärtstrend im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 (zum 30. Juni 2011) fortgesetzt. Bei einem Konzernumsatz von 659,2 Mio. Euro (Vorjahr: 447,1 Mio. Euro) konnte der Umformtechnik-Hersteller das Konzernergebnis (EBITDA) mit 57,4 (11,9) Mio. Euro nahezu verfünffachen. Schuler hob daraufhin den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr erneut an.

Unter dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Klebert steuert Schuler neue Rekorde an. Bild: Schuler
Unter dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Klebert steuert Schuler neue Rekorde an. Bild: Schuler
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Auftragseingang des Schuler Konzerns lag nach den ersten neun Monaten mit 1,1 Mrd. Euro auf Rekordniveau (Vorjahr: 491,8 Mio. Euro). Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2011 belief sich ebenfalls auf 1,1 Mrd. Euro nach 551,8 Mio. Euro im Vorjahr. Auch dies ist ein historischer Höchststand, wie Schuler am Donnerstag mitteilt.

Schuler schreibt wieder schwarze Zahlen

Das EBITDA konnte von 11,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 57,4 Mio. Euro nahezu verfünffacht werden. Die EBITDA-Marge liegt damit bei 8,7% (Vorjahr: 2,7%). Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) entwickelte sich sehr positiv und lag nach drei Quartalen bei 40,4 Mio. Euro (Vorjahr: –3,6 Mio. Euro). Dies ergibt eine EBIT-Marge von 6,1% (Vorjahr: –0,8%). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf 17,3 Mio. Euro nach –28,1 Mio. Euro im Vorjahr.

„Zusammen mit der guten Konjunktur in unseren strategischen Kundensegmenten profitiert Schuler bei Umsatz und Ergebnis zunehmend von der neuen, strafferen Konzernstruktur“, sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Klebert. „Dies erlaubt es uns, auch über das Geschäftsjahr 2010/11 hinaus optimistisch für die Entwicklung des Unternehmens zu sein.“

Schuler erwartet mehr als 930 Mio. Euro Umsatz im laufenden Geschäftsjahr

Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftslage hat Schuler zum zweiten Mal im laufenden Geschäftsjahr den Ausblick angehoben. Das Unternehmen erwartet jetzt einen Konzernumsatz von über 930 Mio. Euro bei einer EBITDA-Marge von über 8%. Bisher hatte Schuler mit über 900 Mio. Euro Umsatz gerechnet und dabei ein EBITDA-Ziel von über 7% gesetzt.

Die Konzernbelegschaft stieg moderat um knapp 2% per 30. Juni 2011 auf 5067 (Vorjahr 4970). 3952 Mitarbeiter davon waren im Inland und 1115 im Ausland beschäftigt.

Die regionale Verteilung des Konzernumsatzes gliederte sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 wie folgt: 31,0% der Erlöse entfielen auf Deutschland (Vorjahr: 36,1%), 14,4% auf das europäische Ausland (Vorjahr: 16,0%), 20,9% auf Nord- und Südamerika (Vorjahr: 21,8%) und 33,7% auf Asien und andere Regionen (Vorjahr: 26,1%).

Schulden von Schuler deutlich gesunken

Die Nettofinanzschulden wurden zum 30. Juni 2011 im Vorjahresvergleich von 125,5 Mio. Euro auf 15,1 Mio. Euro zurückgeführt. Dies hängt laut Schuler-Mitteilung maßgeblich mit stark erhöhten Kundenanzahlungen zusammen. Auch die Erhöhung der liquiden Mittel zum Periodenende von 84,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 154,2 Mio. Euro sei darauf zurückzuführen. Der Emissionserlös aus der jüngsten Kapitalerhöhung ist hier noch nicht berücksichtigt, da diese erst Anfang Juli und damit nach dem Berichtszeitraum abgeschlossen wurde.

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