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Green Automation

Automatisieren zum Wohl der Umwelt – Produkt-Highlights auf der Automatica 2010

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Firmen zum Thema

Seilroboter zur Montage großflächiger Solarstromanlagen

Der Haken daran: Es müssten Hunderte Millionen dieser Parabolspiegeleinheiten in der Wüste installiert werden – eine Arbeit, für die es in der benötigten Größe und Mobilität bislang keine Automatisierungsmöglichkeit gab. Der IPA-Seilroboter, dessen Prototyp den Namen Ipanema trägt, könnte Abhilfe schaffen. Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Alexander Verl gibt ihm beste Chancen: „Der Seilroboter kann Aufgaben eines Krans übernehmen und große Bauteile transportieren – allerdings wesentlich schneller, präziser und vor allem voll automatisierbar. Aufgrund des extremen Leichtbaus seiner Konstruktion lässt er sich mobil ausführen und einen großen Arbeitsraum abdecken.“

Die neue Kinematik des Seilroboters basiert auf Seilen, die durch mehrere Winden angetrieben werden und eine Plattform, einen Greifer oder ähnliches im Raum bewegen. Bei dem auf der Automatica zu sehenden Ipanema kommen wahlweise sieben oder acht digital gesteuerte Winden zum Einsatz. Sie sind für hochdynamische Bewegungen konstruiert und erlauben Bewegungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 m/s sowie Beschleunigungen von bis zu 10 g. Dabei kann die Länge des Seils durch ein in die Winde integriertes Absolutmesssystem exakt eingestellt werden.

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Das Steuerungssystem besteht aus einer für Roboter angepassten CNC-Steuerung und läuft zusammen mit einer speicherprogrammierbaren Steuerung in Echtzeit. Der Arbeitsraum kann je nach Anwendung bis zu 100 x 100 x 30 m umfassen. Die effiziente Kraftübertragung durch die Seile erlaubt je Seil eine Nutzlast von mehreren Tonnen.

Green Automation-Highlights auf der Automatica 2010

Visionen und Großprojekte wie solche Solarkraftwerke wecken Aufmerksamkeit und begeistern ein breites Publikum. Doch die Automatica weist auch auf viele kleinere, bereits verfügbare Green Automation-Lösungen hin. Mit speziellen, an den Ständen angebrachten Labels machen die Aussteller auf Produkte aufmerksam, die die Green Automation-Anforderungen erfüllen.

Matrix Vision zeigt kompaktes Kamersystem mit Stromspar-Prozessor

In der Automatisierungstechnik sind die Reduzierung des Energieverbrauchs und der Baugröße bei gleichzeitig steigender Leistung die drei bekanntesten Ansätze zur Schonung der Umwelt. Innerhalb der Bildverarbeitung, bei der Entwicklung von intelligenten Kameras und Visionsensoren mit hoher Rechenleistung, ergeben sich schon bei der Wahl des Prozessorkonzepts Einsparmöglichkeiten.

Viel Leistung pro Watt und Volumen bietet das intelligente Kamerassystem MvBlueLYNX-X von Matrix Vision, Oppenweiler. Basis ist die OMAPTM-3-Prozessorserie von Texas Instruments, die mit maximal 5 W unter Volllast auskommt, während andere Systeme typischerweise bis zu 15 W verbrauchen. Die ARM-Prozessoren verbrauchen nicht nur weniger Strom als andere, sie sind auch kleiner in ihrer Baugröße. So ist die MvBlueLYNX-X ohne Objektiv nur 85 mm x 55 mm x 35 mm (H x B x T) groß.

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