Lösemittel von Richard Geiss

Automobil- und Maschinenbauzulieferer stellt auf Inhouse-Entfettung um

| Redakteur: Beate Christmann

Im Jahr 2016 entschied sich Gebr. Binder für eine firmeneigene Entfettungsanlage. Seither kann der Automobil- und Maschinenbauzulieferer auch kurzfristige Aufträge just in time erledigen. Lösemittel und Dienstleistungen rund um dessen Entsorgung bezieht das metallverabeitende Unternehmen von Richard Geiss.
Im Jahr 2016 entschied sich Gebr. Binder für eine firmeneigene Entfettungsanlage. Seither kann der Automobil- und Maschinenbauzulieferer auch kurzfristige Aufträge just in time erledigen. Lösemittel und Dienstleistungen rund um dessen Entsorgung bezieht das metallverabeitende Unternehmen von Richard Geiss. (Bild: Richard Geiss)

Der Automobil- und Maschinenbauzulieferer Gebr. Binder hat beschlossen, die Entfettung von Metallteilen nicht mehr von externen Dienstleistern erledigen zu lassen, sondern selbst im Haus vorzunehmen. Dazu hat das Unternehmen sich eine Entfettungsanlage aus dem Hause Höckh Metall-Reinigungsanlagen angeschafft und nutzt die Lösemittel und Services des Lösemittelherstellers Richard Geiss.

Bei Gebr. Binder steigen nach eigener Auskunft die Auftragsvolumina – Anlass genug für den Automobil- und Maschinenbauzulieferer aus Neenstetten, über eine eigene Entfettungsanlage für Metallteile nachzudenken. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Entfettung outgesourct. Eine Entscheidung lässt nicht lange auf sich warten: Die Metallwarenfabrik schafft sich eine Entfettunsanlage von Höckh Metall-Reinigungsanlagen aus Neuenbürg an. Zudem fällt die Wahl des Lösemittellieferantens auf das Unternehmen Richard Geiss. Der Lösemittelhersteller übernimmt zudem die Entsorgung sowie das Recycling der Altware.

Entfettungsanlage läuft im Zweischichtbetrieb

„Das war im Jahr 2016. Früher waren die Gitterboxen mit den Metallteilen im Schnitt drei bis vier Tage außer Haus. Jetzt ist die Entfettung innerhalb eines Tages erledigt, die Durchlaufzeit der Anlage beträgt maximal eine halbe Stunde. Das eröffnet uns natürlich ganz neue Möglichkeiten in der Prozess- und Lieferkette“, zeigt sich Patrick Hentz, zuständig für die Fertigungsplanung und -steuerung bei Gebr. Binder, überzeugt, mit der Inhouse-Entfettung die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die Entfettungsanlage ist nun seit 2016 im Einsatz und laut Hentz derzeit im Zweischichtbetrieb komplett ausgelastet: „Aktuell stehen circa 200 Gitterboxen zum Waschen bereit“. Pro Waschgang fasst die Anlage eine Gitterbox von 1.200 x 800 mm mit einem Gewicht von über einer Tonne.

Etwa alle drei Monate versorgt Geiss die Metallwarenfabrik mit hochreinen Lösemitteln und entsorgt im selben Zug die Altware. Diese werden erneut zu hochreinen Destillaten aufgearbeitet, die anschließend wieder als Lösemittel in Frischwarequalität ausgeliefert und so in ein funktionierendes Kreislaufsystem zurückgeführt werden. Zu Beginn der Zusammenarbeit wurden alle von Gebr. Binder verwendeten Öle und Schmierstoffe im Labor bei Geiss in Offingen analysiert. Anschließend wurde das Lösemittel auf die verwendeten Öle abgestimmt. „Bei Geiss bekommen wir alles aus einer Hand – von der Versorgung mit Frischwarelösemittel über die Laboranalyse und Unterstützung bei der Badpflege bis hin zur Entsorgung. Zudem profitieren wir von der regionalen Nähe und den damit kurzen Wegen“, betont Hentz.

Eigenständige Überprüfung des Lösemittels

Bei Gebr. Binder selbst nehmen zuständige Mitarbeiter ein- bis zweimal pro Woche eine Überprüfung des Lösemittels vor. Dazu wurde ihnen zum einen von Geiss ein Drei-Stufen-Testkoffer zur Verfügung gestellt. Gegebenenfalls kann das Lösemittel mit den im Koffer enthaltenen Stabilisatoren nachstabilisiert werden. Zum anderen führen sie den Geiss Per Density Test für Perchlorethylen durch. Damit lassen sich Fremdstoffe sowie die Konzentration von Korrisionsschutzölen im Perchlorethylen-Bad bestimmen.

Während der dreimonatigen Installations- und Einfahrzeit für die neue Entfettungsanlage nahm der Metallteilezulieferer zudem die Dienstleistung der Lohnentfettung der Bauteile durch den Lösenmittelspezialisten in Anspruch. Und auch in Zukunft steht das Angebot der Lohnentfettung bei Geiss zur Verfügung. Hentz verdeutlicht: „Wir wachsen sehr stark. Da ist es wichtig, dass wir Geiss als Backup haben, um etwaige Produktionsspitzen oder im Ernstfall auch einen Anlagenausfall abfedern zu können. Das bietet uns Prozess- und unseren Kunden letzten Endes Liefersicherheit.“

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