Lasys 2016

Automobilbau profitiert von neuartigen Laser-Fügeprozessen

| Redakteur: Frauke Finus

Die Lasys, internationale Fachmesse für Laser-Materialbearbeitung, hat sich als Anwenderplattform etabliert.
Die Lasys, internationale Fachmesse für Laser-Materialbearbeitung, hat sich als Anwenderplattform etabliert. (Bild: Messe Stuttgart)

Auf der Lasys wird vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 der Laser in der Verbindungstechnik im Fokus stehen. Er unterstützt zum Beispiel das Fügen von Stahl-Aluminium-Leichtbaukonstruktionen und außerdem rentiert sich Laserschweißen auch bei kleinen Losgrößen.

Produktionsflexibilität, Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit sowohl bei Produkten als auch bei Fertigungsprozessen stehen im Fokus, wenn es darum geht, leichte Karosserien für Fahrzeuge zu bauen. Hier sind innovative Laserfügetechnologien geradezu prädestiniert, denn sie ermöglichen die wirtschaftliche Herstellung hoch belastbarer Leichtbaukonstruktionen. Auf der internationalen Fachmesse für Laser-Materialbearbeitung Lasys, die vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 auf dem Stuttgarter Messegelände stattfindet, werden Aussteller zu diesem Themenkreis ihre Expertise und neuesten Lösungen vorstellen.

Die Lasys, mit rund 200 erwarteten Ausstellern, widmet sich explizit der Laser-Materialbearbeitung und präsentiert etablierte und innovative Laser-Fertigungssysteme, laserspezifische Komponenten sowie Subsysteme. Dazu gehören auch Lösungen für wirtschaftliche Laser-Fügeprozesse.

Schweißen unterschiedlicher Metalle

Laserfügen von Stahl- und Aluminium ermöglicht Automobilleichtbau Im Schweißen gleichartiger Werkstoffe, wie Stahl mit Stahl oder Kunststoff mit Kunststoff, ist der Laser quasi ein Meister. Eine besondere Herausforderung stellt allerdings das Schweißen unterschiedlicher Metalle, wie Leichtmetall mit Stahl, oder artfremder Materialien dar, wie Keramik mit Metall. Das Fügen solcher Werkstoffe wird durch unterschiedliche Materialeigenschaften, wie verschiedene Schmelzpunkte oder Wärmeleitfähigkeit, erschwert.

Metallische Hybridkonstruktionen, wie Aluminium und Stahl, sind für die Leichtbauweise von Automobilen sehr interessant. Eine sichere Verbindung der beteiligten Materialien ist dabei ganz wichtig. „Für mechanisch hoch belastete Fahrzeugkomponenten aus umgeformten Blechteilen sind unlösbare, stoffschlüssige Fügeverfahren am besten geeignet“, sagt Dr. Axel Jahn, Leiter der Gruppe „Bauteilauslegung“ am Fraunhofer Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS). Herkömmliche Schmelzschweißverfahren führten ihm zufolge bei vielen Werkstoffkombinationen jedoch zur Bildung intermetallischer Phasen. Infolgedessen werde die Umformbarkeit der Verbindungszone deutlich reduziert, die Weiterbearbeitung erschwert und ein technischer Einsatz meist unmöglich. Deshalb wurde am Fraunhofer IWS in Dresden ein zweistufiges Fügeverfahren entwickelt, bei dem der Laser als Werkzeug im Zentrum steht.

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