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Bandgalvanik eröffnet neue Möglichkeiten

| Autor: Stéphane Itasse

Neue Technik für neue Märkte: Seit der Gründung der Heid Metallveredelung im Jahr 1952 als Trommelgalvanik haben sich die Anforderungen der Kunden stark verändert. Deshalb hat das Unternehmen als erster Lohnveredler in Bayern eine neue Produktionsstätte mit einer Bandgalvanikanlage in Betrieb genommen.

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Aufbruch in eine neue Zeit: Mit der Bandgalvanisieranlage kann Heid als erster Lohnveredler in Bayern enstprechende Dienstleistungen anbieten.
Aufbruch in eine neue Zeit: Mit der Bandgalvanisieranlage kann Heid als erster Lohnveredler in Bayern enstprechende Dienstleistungen anbieten.
( Bild: Itasse )

Insgesamt 2,7 Mio. Euro hat die Heid Metallveredelung in die 750 m² große Produktionsstätte mit der Anlage investiert, die nur 500 m vom Stammsitz des Unternehmens mit der nach wie vor betriebenen Trommelgalvanik liegt. Hier werden vorwiegend Bundmetallbänder mit Nickel, Zinn, Gold oder Kupfer beschichtet, für Kunden unter anderem aus Informationstechnik, Automobildindustrie oder Luft- und Raumfahrttechnik.

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Dem Neubau war eine lange Planungszeit vorausgegangen: „Wir hatten vor zehn Jahren beschlossen, eine Bandgalvanik zu bauen“, berichtet Florian Heid, der im Unternehmen die neue Anlage verantwortet. „Allein die Bau- und Planungsphase hat vier Jahre gedauert.“ Vor allem die Behörden hätten sich schwer getan, den Produktionsprozess zu verstehen und die Genehmigung zu erteilen.

Trend geht zur Bandgalvanik

Nach Aussage von Heid gibt es gute Gründe für die Weiterentwicklung: „Zum einen werden die Teile unserer Kunden immer kleiner und anfälliger, da fällt die Gefahr einer Deformation bei der Trommelgalvanik ins Gewicht. Zum anderen werden die Bauteile eigentlich nie komplett mit Gold oder Silber beschichtet, da ist die Bandgalvanik immer präziser als die Trommelgalvanik – es liegt nicht Bauteil an Bauteil und die Schicht ist stets gleich.“ Bei der Bandgalvanik befindet sich das zu beschichtende Teil stets in der Mitte der Zelle, was ein schnelleres und genaueres Abscheiden der Schicht ermöglicht. Außerdem ist laut Heid die Tauchtiefe besser regulierbar.

Bei Schichtdicken beispielsweise von 0,15 bis 1 µm für Gold und 1 bis 6 µm für Nickel zahlt sich die Präzision aus – nicht nur, weil Edelmetalle teuer sind. „Wir konnten Einsparungen von 35 % beim Beschichtungsmetall erzielen, bei Gold sogar bis 90 %, weil dort oft nur ein kleiner Kontaktpin beschichtet wird“, erläutert Heid.

Neue Galvanikanlage komplett digitalisiert

Die neue Bandgalvanikanlage ist komplett digitalisiert – Füllstände, pH-Wert oder Temperatur der Bäder werden direkt gemessen und in Echtzeit überwacht. Eine Kamera am Ende der Anlage prüft, ob die Tauchtiefe gestimmt hat und ob eventuell Deformationen aufgetreten sind.

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