Bayme VBM Bayerische M+E-Industrie erwartet schwächeres Exportwachstum

Redakteur: Jürgen Schreier

Die Exporte der bayerischen Metall- und Elektroindustrie haben im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert erreicht. Sie stiegen um 12 % auf 105,5 Mrd. Euro. Für 2012 erwartet die bayerische Metall- und Elektroindustrie jedoch eine deutliche Verlangsamung der Exporte.

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Bertram Brossardt: „Die Konjunkturschwäche in der Eurozone hat sich bei den bayerischen M+E-Ausfuhren bereits bemerkbar gemacht.“
Bertram Brossardt: „Die Konjunkturschwäche in der Eurozone hat sich bei den bayerischen M+E-Ausfuhren bereits bemerkbar gemacht.“
(Bild: Bayme VBM)

Bayme-VBM-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die Konjunkturschwäche in der Eurozone hat sich bei den bayerischen Metall- und Elektroausfuhren bereits bemerkbar gemacht. Die dynamische Entwicklung der Exporte in die Schwellenländer konnte dies im letzten Jahr jedoch noch mehr als kompensieren.“

Rezession in der Eurozone wird Spuren hinterlassen

Für das laufende Jahr ist Brossardt pessimistischer: „Die Rezession in der Eurozone wird die Nachfrage nach bayerischen Metall- und Elektroprodukten weiter dämpfen. Auch in den Schwellenländern lässt die Dynamik nach. Deshalb gehen wir von einem deutlich schwächeren Exportwachstum aus." Brossardt weiter: „Das stimmt bedenklich für die Entwicklung des bayerischen Exports insgesamt.“

Im vergangenen Jahr war China erstmals wichtigstes Exportland. 12,4 % aller bayerischen Metall- und Elektroausfuhren entfielen auf das Reich der Mitte, das damit die USA (11,9 %) vom ersten Platz verdrängt hat. Das geht aus einer Analyse der Metall- und Elektroxporte des Jahres 2011 durch die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände Bayme VBM hervor. Metall- und Elektroprodukte machten im vergangenen Jahr zwei Drittel aller bayerischen Ausfuhren aus.“

BRIC-Staaten kaufen mehr in Bayern

Die bayerischen Metall-und Elektroexporte in die sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) nahmen mit 25,3 % im vergangenen Jahr erneut besonders stark zu. Ausgesprochen deutlich stiegen die Exporte nach Russland (+52,6 %), das damit auf Platz 10 der wichtigsten Exportländer für die bayerische Metall- und Elektroindustrie vorrückte.

Die Metall- und Elektroausfuhren in die USA und nach Japan stiegen jeweils um 11,5 %. Die Ausfuhren in die Euro-Staaten legten lediglich um 6,6 % zu. Regelrecht eingebrochen sind die Metall- und Elektroexporte nach Portugal (-22,8 %) und Griechenland (-20,5 %).

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