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INSM-Ländervergleich

Bayern ist der Wachstumsmotor Deutschlands

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der Freistaat Bayern steht in den meisten wirtschaftlichen Kennziffern besser da als der „Rest“ der Republik. Diese Erkenntnis vermittelt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

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Bayern setzt auf Spitzentechnologie: Am 21. August 2009 besuchte Ministerpräsident Horst Seehofer das Automobiltechnikum Bayernin Hof. Das Innovationszentrum ist Kernstück des Automobilzulieferparks Pole-Position. Bild: Bayerische Staatsregierung
Bayern setzt auf Spitzentechnologie: Am 21. August 2009 besuchte Ministerpräsident Horst Seehofer das Automobiltechnikum Bayernin Hof. Das Innovationszentrum ist Kernstück des Automobilzulieferparks Pole-Position. Bild: Bayerische Staatsregierung
( Archiv: Vogel Business Media )

Nach der INSM-Studie ist das Bruttoinlandsprodukt des Freistaats von 1995 bis 2008 um 36% gestiegen, während die Wirtschaftsleistung in ganz Deutschland nur um 22% zulegte. Besonders positiv wirkt sich das Wachstum am Arbeitsmarkt aus. Die Arbeitslosenquote liegt in Bayern derzeit bei lediglich 4,9%. Im Freistaat sind 5% der Menschen auf Arbeitslosengeld II angewiesen. Das ist laut Studie der niedrigste Wert in ganz Deutschland.

Verdienste sind überdurchschnittlich

Ausdruck der außergewöhnlichen Wohlstandsentwicklung ist die Einkommensentwicklung: Nach Abzug von Steuern und Abgaben verfügen Erwerbstätige im Durchschnitt über ein Jahreseinkommen von 19670 Euro – wie bei den Stundenlöhnen der viertbeste Wert im Vergleich zu den anderen Bundesländern. Bis in die 90er Jahre hinein lagen die Haushalte unterhalb des Durchschnitts der westdeutschen Länder – seit 1992 erwirtschaften sie nun überdurchschnittliche Einkommen.

Bayern ist Zuzugsland Nummer 1

Auch bei anderen Wohlstandsindikatoren sehen die Wissenschaftler des IW Köln den Freistaat als Vorreiter im Ländervergleich: Als einziges Bundesland weist Bayern einen positiven Wanderungssaldo aus: Mit 30000 Zuzügen in 2007 ist der Freistaat das Zuzugsland Nummer eins in der Bundesrepublik. Bayern belegt auch den Platz eins mit der niedrigsten Kriminalität und dem niedrigsten Schuldenstand.

Zu den Gründen für das gute Abschneiden gehört nach Ansicht der IW-Forscher unter anderem die sinnvolle Verwendung von Staatsgeldern. „Die solide Finanzpolitik in Bayern hat sicher auch zum Erfolg beigetragen“, erklärte Christoph Schröder, Autor der Studie. Ein Land das weniger verschuldet sei, habe weniger Zinslasten zu tragen und dadurch mehr Spielräume für Investitionen in Infrastruktur und Bildung.

Bayern hat Strukturwandel aktiv genutzt

Bayern habe den Strukturwandel der letzten Jahrzehnte aktiv genutzt: Mittlerweile seien 6% der Erwerbstätigen in den Bereichen Forschung und Entwicklung beschäftigt. Mit über 100 Patenten je 100000 Einwohner belegt der Freistaat Platz zwei im Bundesländer-Ranking. Handlungsbedarf sehen die Wissenschaftler bei der Erhöhung der Abiturientenquote: Sie liegt pro Jahrgang bei 35%, so dass im Bundesvergergleich zu wenige Schülerinnen und Schüler die Hochschulreife erreichen

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