LASYS 2018

Bearbeitungsprozesse per Laser sollen der E-Mobilität mehr Schwung verpassen

| Autor / Redakteur: Cornelia Bonow / Peter Königsreuther

Laser auch zur Teilereinigung geeignet

Leichtbauweise ist schon seit einigen Jahren in aller Munde, wenn es um die Automobilproduktion geht. Gerade auch bei Elektroautos spielt sie eine wichtige Rolle. „Durch Leichtbau soll zum einen das hohe Gewicht der Batterieelemente kompensiert und zum anderen die nötigte Antriebsenergie reduziert werden. Hier kann der Laser zum Fügen und Schneiden neuartiger Materialien für den Leichtbau eingesetzt werden“, betont Georg Hofner, Sprecher der Geschäftsführung von Scanlab. Doch er sieht noch weitere Laserapplikationen wie die Bauteilreinigung vor dem Kleben oder Schweißen und auch Härten von Bauteilen. „Diese Vielseitigkeit des Lasers ist für zukünftige Leichtbaumaterialien eine Notwendigkeit, um wirtschaftlich fertigen zu können“, so Hofner weiter. Auch Scanlab wird als Aussteller der LASYS 2018 mit Innovationen und Expertenwissen den Messebesucher bei Problemlösungen unterstützen.

Elektromotoren mit höherem Wirkungsgrad in Sicht

Bereits jetzt schon und in Zukunft wird der Laser bei der Fertigung der Elektromotoren eine wesentliche Rolle spielen. Kirchhoff meint: „Laser werden eingesetzt, um beispielsweise Hair-Pins in Elektroantrieben remote zu verschweißen, berührungsfrei – und dank Bildverarbeitung hochpräzise.“ Neuentwicklungen, die derzeit im Bereich der Automobilindustrie laufen, betreffen beispielsweise die Elektrobleche für die Rotoren. Auch das IWS engagiert sich auf diesem Gebiet: „Zum einen lassen sich Bleche mit Lasern wesentlich günstiger zuschneiden“, erklärt Dr. Standfuß, „zum anderen kann man damit die elektromagnetischen Verluste reduzieren. Die Schneidgeschwindigkeiten mit Lasern sind so hoch, dass letztlich die beeinflusste Zone entlang der Schnittkante deutlich kleiner ist, als es bei mechanischen Stanzverfahren der Fall ist.

Das wirkt sich auf die Ummagnetisierungsverluste und auf den elektrischen Wirkungsgrad des Motors aus.“ Auch über eine optimierte Lamellengeometrie sowie über gezieltes Laser-Strukturieren zum Verbessern des elektromagnetischen Verhaltens ließen sich zukünftig effizientere Motoren bauen. Lasersysteme sind frei programmierbar, was zum Beispiel die Schnittgeometrie von Lamellen angeht. Gerade in der Anfangsphase einer neuen Produktreihe spiele dem Forscher zufolge das Thema „Stückzahl und Kosten“ eine große Rolle. „Ein Stanzwerkzeug ist mit hohem Aufwand verbunden, der dann auf die Anzahl der Produkte umgelegt werden muss. Hier zahlt sich die Flexibilität des Lasers auch in Zukunft sicherlich noch aus“, resümiert Dr. Jens Standfuß. Die E-Mobilität ist somit auch ein bedeutender Wachstumstreiber für Laseranwendungen.

Lasermesse mit hochkarätigem Rahmenprogramm

Die kommende LASYS verspricht spannend zu werden. Laser-Materialbearbeitung in allen Facetten erwartet die Fachbesucher auf dem Stuttgarter Messegelände. Und das praxisorientierte, hochkarätige Begleitprogramm zur LASYS 2018, wie beispielsweise die Stuttgarter Lasertage (SLT), das Fachforum „Lasers in Action“ oder der „Stuttgart Laser Marketplace“, bieten internationalen Wissensaustausch auf höchstem Niveau. Ein weiterer Grund, im Juni 2018 nach Stuttgart zu kommen.

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