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Oberflächenbearbeitung

Bearbeitungszeiten im Vergleich zum Superfinishen um 35 % verkürzt

| Redakteur: Stéphane Itasse

Der Werkzeugmaschinenhersteller Thielenhaus Technologies GmbH, Wuppertal, will mit einer Innovation in der Superfinish-Oberflächenfeinstbearbeitung im September die Fachwelt überraschen. Das Unternehmen stellt laut eigner Mitteilung auf den Messen in Chicago/USA, Stuttgart und Shanghai/China sein neues Verfahren Hyperfinish vor.

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Blick in den Arbeitsraum einer Hyperfinish-Maschine.
Blick in den Arbeitsraum einer Hyperfinish-Maschine.
(Bild: Thielenhaus)

Bis zu 35 % kürzere Bearbeitungszeiten verspricht Thielenhaus. Je nach Werkstück und Aufgabe seien auch bessere Qualitäten zu erreichen. Bei dem neuen Hyperfinish-Verfahren werde die konventionelle Superfinish-Oszillation des Werkzeugs mit einer zusätzlichen, hochfrequenten Radial- oder Linearschwingung überlagert, die über 3600 Doppelhübe pro Minute (60 Hz) betragen kann. Durch die höheren Oszillationsfrequenzen ergebe sich ein wesentlich größerer Abtrag pro Zeiteinheit.

Hyperfinish verspricht auch bessere Oberflächenqualität als Superfinish

So könnten die Bearbeitungszeiten im Vergleich zum konventionellen Superfinish zum Beispiel bei Wälzlagern im Durchschnitt um 20 %, teilweise sogar bis zu 35 %, verkürzt werden. Durch die höhere Produktivität könnten zusätzliche Bearbeitungsstationen beziehungsweise Maschinen sowie die damit verbundenen Betriebskosten eingespart werden.

Hyperfinish bedeutet nach Angaben des Maschinenbauers aber nicht nur kürzere Prozesszeiten, sondern oftmals auch eine Steigerung der Werkstückqualität. Durch die besondere Oszillationsmethode ließen sich mit konventionellem Werkzeug bessere geometrische Werte hinsichtlich Rundheit und Feinwelligkeit erzielen. Mit der Hyperfinish-Kinematik ergebe sich auch beim Bürstentgraten von Bohrungen in Planflächen eine gleichmäßigere Kantenverrundung.

Neues Hyperfinish-Verfahren wird auf der AMB 2014 in Stuttgart gezeigt

Thielenhaus ist der Ansicht, dass die Vorteile der neuen Technik sich auch auf andere Anwendungen übertragen lassen. Vor allem bei der Stein- oder Bandbearbeitung von Funktionsflächen an Nocken- und Antriebswellen verspricht sich das Unternehmen ein großes Verbesserungspotenzial. In den kommenden Monaten sollen weitere Anwendungen systematisch getestet werden.

Thielenhaus auf der AMB 2014: Halle 8, Stand D 52

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