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Hochgeschwindigkeitszerspanung

Bearbeitungszentrum bietet rasante Beschleunigungswerte

| Autor/ Redakteur: Frank Fladerer /

Deckel Maho Seebach hat ein neues Bearbeitungszentrum für die Hochgeschwindigkeitszerspanung vorgestellt. Die DMU 70 Evo linear zeichnet sich nach Aussage des Unternehmens durch präzises Bahnverhalten, rasante Beschleunigungswerte, höchste Geschwindigkeiten, und ein exzellentes Kurvenverhalten selbst unter schwierigsten Bedingungen aus.

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Die DMU 70 Evo linear verfügt über einen Linearantrieb in der X-Achse, schnelle Rundachsen und einen große Schwenkbereich der B-Achse von 102°.
Die DMU 70 Evo linear verfügt über einen Linearantrieb in der X-Achse, schnelle Rundachsen und einen große Schwenkbereich der B-Achse von 102°.
( Archiv: Vogel Business Media )

Zu den größten Weiterentwicklungen des Bearbeitungszentrums DMU 70 Evo linear von Deckel Maho Seebach zählt der hochdynamische Linearantrieb, der für hohe Eilganggeschwindigkeiten in der X-Achse ausgelegt ist. Mit einer Beschleunigung von 1g erreicht das Werkzeug in der Y-Achse Verfahrgeschwindigkeiten bis zu 80 m/min. Dies soll kürzeste Positionierzeiten und hohe Präzision sicherstellen. Die Antriebe der Y- und Z-Achse erlauben Geschwindigkeiten von 50 m/min. Im Programm sind Spindelvarianten mit Drehzahlen zwischen 18000 und 42000 min-1. Antriebsleistungen von 25 und 35 kW stehen zur Verfügung, sie erzeugen Drehmomente von 87 beziehungsweise 130 Nm.

Das Kürzel Evo steht für Evolution, womit die Gildemeister-Tochter dokumentieren will, dass bei der Konstruktion auf bewährte, aber verbesserte Technik zurückgegriffen wird. Ziel des Unternehmens war es, das Leistungspotenzial einer Universal-Fräsmaschine mit der eines Vertikal-Bearbeitungszentrums zu verbinden. Dadurch sollten ideale Voraussetzungen für die 5-Seiten-Bearbeitung und die 5-Achsen-Positionierung bis hin zur fünfachsig simultanen Konturbearbeitung geschaffen werden.

5-Achs-Bearbeitungszentrum kompakt gebaut

Optisch präsentiert sich das neue Bearbeitungszentrum kompakter und braucht demnach weniger Stellfläche, wobei der Arbeitsraum sogar vergrößert wurde. Die Verfahrwege betragen 750 mm in x-, 600 mm in y- und 520 mm in z-Richtung.

In Symbiose mit dem Linearantrieb arbeitet der neue Zwei-Achs-NC-Schwenkrundtisch. Er misst 700 mm × 500 mm und kann mit bis zu 350 kg beladen werden. Dank des neuen Tischs mit erweitertem Schwenkbereich der b-Achse sind Hinterschnitte bis zu 12° möglich, was das Applikationsspektrum vor allem im Werkzeugbau oder bei der Bearbeitung hochkomplexer Werkstücke in der Luft- und Raumfahrtindustrie vergrößert. Zudem wurden die Schwenk- und Drehgeschwindigkeiten erhöht: Die drehenden Rundachsen erreichen bis zu 50 min-1. Ebenfalls hochgeschwindigkeitstauglich wurden die Spindeldrehzahlen ausgelegt. Während sich die 18 000 min-1-Spindel der Standardausführung eher an die universell orientierten Anwender richtet, sind die Alternativen mit 24000 min-1 und jene mit 42000 min-1 für HSC-Bearbeitung konzipiert.

Beim Werkzeugmanagement auf 30er-Magazin gesetzt

Beim Werkzeugmanagement setzt die DMU 70 Evo linear auf ein 30er-Magazin, das optional auch mit 60 oder 120 Plätzen erhältlich ist. Bereitgestellt werden die Werkzeuge über einen Doppelgreifer, der die Span-zu-Span-Zeit auf 5,5 s reduziert. Überarbeitet präsentiert sich darüber hinaus das Steuerungskonzept. Der Bediener hat es mit dem so genannten DMG-Control-Panel zu tun, das mit einem 15-Zoll-TFT-Screen und einer 3D-Software bestückt ist. Der Anwender hat bei der Steuerung die Auswahl zwischen der Siemens 840D Powerline und den beiden Heidenhain-Steuerungen Mill Plus IT und iTNC 530.

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