Ferchau Engineering Bei der Produktentwicklung brauchen Mittelständler externe Unterstützung

Redakteur: Claudia Otto

Mit dem Abschluss des bundesweit ersten Equal-Pay-Tarifvertrags setzt die Ferchau Engineering GmbH ein klares Signal. Was der Ingenieurdienstleister dem deutschen Mittelstand bieten kann, verrät Geschäftsführer Frank Ferchau.

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Frank Ferchau: „Wir haben uns bewusst für eine entgeltliche Gleichbehandlung aller Mitarbeiter entschieden.“
Frank Ferchau: „Wir haben uns bewusst für eine entgeltliche Gleichbehandlung aller Mitarbeiter entschieden.“
(Bild: Otto)

Herr Ferchau, inwieweit können deutsche Mittelständler im globalen Wettbewerb von Ingenieurdienstleistungen profitieren?

Ferchau: Die Kennzeichen des globalen Wettbewerbs sind zum einen eine zunehmende Modellvielfalt, also zusätzliche Varianten, und zum anderen eine hohe Dynamik in der Produkt- und Projektentwicklung. Vor diesem Hintergrund ist es für den Mittelständler kaum noch zu schaffen beziehungsweise zu finanzieren, in all diesen entwicklungsintensiven Bereichen gleichzeitig aktiv und vorne zu sein. Er benötigt sozusagen eine externe Ressource, damit er in bestimmten Märkten mithalten kann. Er kann sich so rechtzeitig verstärken oder Projekte schnell vergeben.

Welche Dienstleistungen bieten Sie den Mittelständlern an?

Ferchau: Unser Dienstleistungsspektrum gliedert sich in drei Bereiche. Erstens der Bereich Competence, wo Projekte an uns vergeben werden. Zweitens der Bereich Support, wo unsere Mitarbeiter zu Ihnen kommen und drittens der Bereich Managed Service Providing, wo wir komplette Dienstleistungspakete übernehmen. Wir sind in allen Fachbranchen unterwegs, ob das jetzt der Automobilbau, die Zubehörindustrie, der Anlagenbau, die petrochemische Industrie oder die Luftfahrt ist.

Wie haben sich die Engineeringdienstleistungen in den vergangenen Jahren verändert?

Ferchau: Zunächst einmal ist die gesamte Branche und so auch Ferchau gewachsen. Alleine im vergangenen Jahr hat Ferchau knapp 900 Mitarbeiter eingestellt und hat damit mehr als 5000 Beschäftigte. Da erkennt man schon die enorme Nachfrage. Außerdem ist es, nach meiner Erfahrung, heute für einen Ingenieur ein etablierter Ansatz, für einen Ingenieurdienstleister – insbesondere bei Ferchau – zu arbeiten. Diese Arbeitgeber bieten natürlich vielfältige Programme und eine große Bandbreite.

Warum haben Sie den Equal-Pay-Tarifvertrag abgeschlossen?

Ferchau: Bewogen hat uns letztendlich die Einsicht, dass man bestimmte Bewegungen nutzen kann, um die Sozialakzeptanz des gesamten Metiers auf eine breitere Basis zu stellen. Ferchau hat schon immer sehr gut entlohnt, das zeigen auch die Zuwachsraten an Mitarbeitern. So war der Abschluss für uns nur ein kleiner Schritt.

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