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Rail & Fly-Hausmesse Bei Schuler SMG werden heiße Eisen zu Eisenbahnrädern

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Eindrucksvoll präsentierte der Umformpressenhersteller Schuler, genauer die Tochter Schuler SMG, im Rahmen ihrer Rail & Fly-Hausmesse am Stndort Waghäusel die Herstellung von hochbelastbaren Eisenbahnrädern.

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Für die Betrachter war es faszinierend, wie auf der von Schuler entwickelten und dornlosen Radwalze aus einem glühenden Monobloc ein fertiges Eisenbahnrad entsteht. Die Radwalze, die im Rahmen der Hausmesse Rail & Fly in Waghäusel gezeigt und vorgeführt wurde, ist Kernstück einer Schmiedelinie, die Schuler in den nächsten Monaten nach China ausliefern wird.

Dabei übertragen hochdynamische Servomotoren das Drehmoment der Hauptantriebe über Stegwalzen auf den vorgeschmiedeten Rohling. Daraus formen die Stegwalzen zusammen mit der Hauptwalze und Kegelwalzen ein Near-Netshape-Eisenbahnrad.

Presse produziert in der Stunde bis zu 75 Räder

"Durch die besondere Dynamik der Antriebssysteme wird dafür nur eine Walzzeit von 20 s benötigt", erklärte Dr. Walter Osen, Leiter der Business Unit Massivumformung in der Schuler Gruppe. Unter Berücksichtigung der Automationszeit ergibt sich für die Presse eine Ausbringungsleistung bis zu 75 Rädern pro Stunde. Durch die Flexibilität können mit der Radwalze auch unterschiedliche Geometrien erzeugt werden.

Außer den Wagon- und Lokomotivrädern die Durchmesser bis 1450 mm und Breiten bis 175 mm haben, können auch Kranräder mit einer Radkranzbreite bis 300 mm hergestellt werden. Die Vorformen werden ebenfalls auf zwei Schuler-Pressen mit je 5000 und 10000 t Presskraft geschmiedet, die Bestandteil der Rad-Fertigungslinie sind.

Zweiter Schwerpunkt der Rail & Fly-Hausmesse waren Umformlösungen für Titan.

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