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Krupp-Stiftung Berthold Beitz ist tot

| Redakteur: Stéphane Itasse

Berthold Beitz, der Vorsitzende des Kuratoriums der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, ist am 30. Juli im Alter von 99 Jahren verstorben. Dies teilte die Stiftung am Mittwoch in Essen mit.

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Berthold Beitz, Vorsitzender des Kuratoriums der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, ist gestern im Alter von 99 Jahren gestorben.
Berthold Beitz, Vorsitzender des Kuratoriums der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, ist gestern im Alter von 99 Jahren gestorben.
(Bild: Thyssen-Krupp)

Beitz hatte Alfred Krupp im Jahr 1968 maßgeblich bei der Errichtung der Stiftung unterstützt, wie es weiter heißt. Zudem habe er die Entwicklung von Krupp von den 50er-Jahren bis heute entscheidend vorangetrieben. Mit seinem Kampf um den Erhalt und die Sicherung des Unternehmens und mit seinem Bemühen um eine Aussöhnung mit den Staaten Osteuropas und mit Israel habe er auch die Wirtschaftsgeschichte Deutschlands in den Jahren des Wiederaufbaus, des Wirtschaftswunders und des Kalten Krieges bis weit über den Fall des Eisernen Vorhangs hinaus geprägt.

Beitz kam 1913 im vorpommerschen Dorf Zemmin zur Welt. 1953 gelangte er nach Essen: Alfred Krupp von Bohlen und Halbach, der letzte persönliche Inhaber des Unternehmens Krupp, hatte ihn zu seinem persönlichen Generalbevollmächtigten ernannt. Unter der Führung von Krupp und Beitz sei die Firma in den 50er-Jahren zum umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands herangewachsen.

Von 1968 bis 1970 war Beitz stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Friedr. Krupp GmbH, von 1970 bis zu seinem Ausscheiden 1989 hatte er den Vorsitz inne. Seit 1989 war er Ehrenaufsichtsratsvorsitzender der Krupp AG, nach der Fusion mit Thyssen 1999 wurde er Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der neuen Thyssen-Krupp AG.

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