Entgraten/Teilereinigung

Bessere Ergebnisse mit weniger Aufwand

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Weitere Apps unterstützen den Bediener dadurch, dass sie rechtzeitig eine erforderliche Wartung oder die Lebensdauer von Verbrauchsmaterial anzeigen. Der Produktionsablauf kann somit geplant und eine Anlagenstörung vermieden werden. Das Risiko eines Produktionsstillstandes und damit verbundener Kosten werden reduziert.

Teilereinigungsanlagen können einzelne Funktionen jetzt selbst steuern

Eine eigens entwickelte Software befähigt die Anlage zur Selbststeuerung einzelner Funktionen, sodass für jeden Reinigungsvorgang optimale Einstellungen genutzt werden. Damit wird der Betrieb optimiert, vorausschauende Diagnosen und Wartungen werden möglich.

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Um die steigenden Sauberkeitsanforderungen der Automotive-Branche zu erfüllen, ist BVL als Hersteller von Teilereinigungsanlagen jetzt auch in das Entgraten eingestiegen. Ein Beispiel dafür ist eine Anlage für die Reinigung von Getriebeteilen für einen großen deutschen Automobilhersteller bei der LTH Castings d.o.o. in Slowenien.

Hersteller von Teilereinigungsanlagen bietet jetzt auch Wasserstrahlentgraten

Dazu lieferte BVL eine Hochdruck-Entgratanlage Geyser mit integriertem Robotersystem. Der Geyser entfernt Späne, Grate und selbst stark anhaftende Verunreinigungen mit einem Hochdruck-Wasserstrahl durch rotierende Mehrfachdüsen oder Einzellanzen. Durch dessen kinetische Energie verformt sich der Grat, bricht und löst sich vom Bauteil. So können Späne, Grate und sonstige Verunreinigungen selbst bei schwer zugänglichen Entgratstellen wie Bohrungen, Sacklöchern und Hinterschneidungen problemlos und sicher entfernt werden.

Spritzwassergeschützte Roboter gewährleisten das effiziente und sichere Bauteilhandling. Die Robotertechnik ermöglicht maximale Flexibilität bei Bewegungsradius, Umrüstung auf sich ändernde Bearbeitungsfolgen und neuen Geometrien.

Das Verfahren der Anlage ist umweltschonend und wurde speziell für Bauteile mit komplexen Geometrien konzipiert, wie es heißt. Dadurch eignet sich der Geyser für Werkstücke mit hohen Ansprüchen an Sicherheit und Sauberkeit. Dank kurzer Taktzeiten ist die Anlage effizient und für die Serienfertigung bei mittleren und großen Stückzahlen geeignet.

Roboter übernimmt das Handling beim Gleitschleifen

Für das Entgraten, Schleifen, Glätten, Verrunden und Polieren von Präzisionsbauteilen präsentiert Rösler Oberflächentechnik eine Neuheit erstmals auf der AMB: Roboter ermöglichen die Handhabung der Werkstücke während des berührungsfreien, vollautomatischen Gleitschliffprozesses. Dadurch können geometrisch komplexe Bauteile nicht nur vollflächig, sondern prozesssicher und effizient auch selektiv bearbeitet werden.

Die Oberflächen geometrisch komplexer Präzisionsteile müssen häufig strenge Spezifikationen, beispielsweise hinsichtlich Entgratung, Oberflächenrauigkeit und Glanzgrad, aufweisen. Eine Aufgabe, die bisher mit nicht reproduzierbarer Handarbeit oder aufwendigen Automatisierungskonzepten gelöst wird. Beides geht zulasten der Wirtschaftlichkeit und damit der Wettbewerbsfähigkeit. Das Surffinishing von Rösler eröffnet hingegen neue Perspektiven für die berührungsfreie Trocken- und Nassbearbeitung.

Jedes Werkstück kann eine eigene Gleitschliff-Bearbeitung erhalten

Bei der auf dem bewährten Schleppfinishen basierenden Gleitschlifftechnik erfolgt das Teilehandling durch einen Sechs-Achs-Knickarmroboter. Er entnimmt die Werkstücke mit einem teileangepassten Greifsystem und taucht sie in den mit Schleifmedium gefüllten, rotierenden Arbeitsbehälter ein. Anschließend bewegt er das Bauteil durch das Medium. Der Roboter kann das Werkstück dabei neigen, rotieren sowie stationär führen. Auf diese Weise lässt sich eine selektive Bearbeitung realisieren. Je nach Größe des Arbeitsbehälters und Werkstücks kann ein Surffinisher mit bis zu drei Robotern eingesetzt werden.

Während des Entgrat-, Schleif- oder Verrundungsprozesses rotiert der Arbeitsbehälter mit der im Programm festgelegten Geschwindigkeit von maximal 80 min–1. Zusammen mit der Werkstückbewegung entsteht ein hoher Druck zwischen Bauteil und Schleifmedium, durch den das gewünschte Ergebnis reproduzierbar in vergleichsweise sehr kurzen Zykluszeiten erzielt wird. Die Möglichkeit, Bearbeitungsprogramme in der Anlagensteuerung zu hinterlegen, macht das Surffinishing flexibel. Abhängig von der Auswahl des Bearbeitungsmediums, der Prozessart (Trocken- oder Nassbearbeitung), der Rotationsgeschwindigkeit des Arbeitsbehälters und der Bewegung sowie dem Eintauchwinkel des Werkstücks reicht das Anwendungsspektrum von aggressivem Entgraten und Verrunden über das Schleifen bis hin zum Hochglanzpolieren, wobei Ra-Werte von kleiner 0,04 µm erzielt werden können – und das automatisch auch an definierten Bauteilbereichen.

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Über den Autor

 Stéphane Itasse

Stéphane Itasse

MM MaschinenMarkt