Suchen

Betriebliches Gesundheitsmanagement als Zukunftslösung

| Autor / Redakteur: Karin Müller / M.A. Frauke Finus

Vom Wegeunfall bis zur psychischen Belastung – das Dekra-Arbeitssicherheitsbarometer 2015/2016 zeigt, wie vielfältig die Herausforderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz sind. Eine mögliche Lösung für die Unternehmen ist die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM).

Firmen zum Thema

Das Dekra-Arbeitssicherheitsbarometer zeigt, dass viele Unternehmen die Wirkung eines funktionierenden BGM noch unterschätzen.
Das Dekra-Arbeitssicherheitsbarometer zeigt, dass viele Unternehmen die Wirkung eines funktionierenden BGM noch unterschätzen.
(Bild: Dekra )

Das Ziel des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ist es, das Wohlbefinden und die Gesundheit der Beschäftigten am Arbeitsplatz zu erhalten und zu fördern. Ein Maßnahmenbündel sorgt dabei nachhaltig für ein motiviertes, effizientes und gesundes Arbeitsklima – und damit für produktivere Mitarbeiter. Dafür werden alle technischen, organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz systematisch gebündelt, als Regel festgeschrieben und auf ihre Einhaltung überprüft.

Handlungsbedarf besteht: So zeigt das Dekra-Arbeitssicherheitsbarometer, dass viele Unternehmen die Wirkung eines funktionierenden BGM noch unterschätzen. Nur wenige Firmen erkennen bisher die Chance, durch Arbeits- und Gesundheitsschutz dieProduktivität zu steigern. Drei von vier Befragten sehen im Verhalten der Belegschaft selbst die Hauptquelle für Gefährdungen, beachten aber nicht die Wechselwirkung von Arbeitsverhältnissen und -verhalten.

Einzelmaßnahmen müssen in die Unternehmenskultur eingebettet sein

Einzelmaßnahmen wie Schulungen oder Betriebsanweisungen sind üblich, werden aber selbst vom Management oft für wirkungslos gehalten. Nicht von ungefähr, denn Einzelmaßnahmen, die nicht in eine entsprechende Unternehmenskultur eingebettet sind, verpuffen meist wirkungslos. Aktuellen Daten der Krankenkassen zufolge sind die häufigsten Gründe für Fehlzeiten nach wie vor Muskel- und Skeletterkrankungen, gefolgt von psychischen Erkrankungen und Atemwegserkrankungen.

Die Einführung eines BGM könnte deckt alle diese Handlungsfelder ab. Der erste Schritt besteht darin, Schwachstellen im Unternehmen zu entdecken und Potenziale aufzuzeigen. Das geschieht zum Beispiel durch:

  • Gefährdungsbeurteilungen
  • Analyse von Gesundheitsberichten
  • Arbeitsplatzanalysen
  • Mitarbeiterbefragungen
  • Gesundheitszirkel

Auf die Analyse folgt ein zwischen allen beteiligten Parteien, wozu insbesondere Unternehmensführung und Mitarbeitervertretung gehören, abgestimmtes Maßnahmenpaket, das einer regelmäßigen Erfolgskontrolle unterworfen ist.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 43843903)