Durchsetzungsstark BMW fährt herausragenden Quartalsgewinn ein

Autor / Redakteur: dpa / Peter Königsreuther

Der Automobilbauer BMW hat von Anfang Juli bis Ende September mehr verdient als im Vorjahresquartal. Die herrschenden Lieferengpässe bei Rohstoffen sind ihm wohl kaum an die „Niere“ gegangen.

Voll in Fahrt! Zumindest finanziell kann BMW sich nicht beschweren. Denn trotz der Lieferengpässe hat der Automobilbauer aus Bayern im abgelaufenen Quartal sehr gut verdient. Das wurde heute bekannt gemacht.
Voll in Fahrt! Zumindest finanziell kann BMW sich nicht beschweren. Denn trotz der Lieferengpässe hat der Automobilbauer aus Bayern im abgelaufenen Quartal sehr gut verdient. Das wurde heute bekannt gemacht.
(Bild: BMW AG)

Der Autobauer BMW hat im abgelaufenen Quartal trotz diverser Lieferengpässe und entgegen aller Erwartungen mehr verdient. Der Überschuss, heißt es weiter, legte nämlich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 42 Prozent zu. Er erreichte damit eine Höhe von rund 2,58 Milliarden Euro – ein Rekordwert, betont BMW. Der Halbleitermangel habe das Fahrzeugangebot zwar verknappt, doch deshalb konnten die bayerischen Bolidenbauer höhere Preise für ihre Neu- und Gebrauchtwagen durchsetzen, teilte das Unternehmen heute in München mit. Finanzvorstand Nicolas Peter äußerte: „Wir sind auf der Zielgeraden für unsere Jahresprognose und blicken zuversichtlich nach vorn.“ Dennoch rechnet BMW damit, dass die Halbleiterversorgung noch weit über 2021 hinaus ein Problem bleiben wird.

Das sind die Gründe für den BMW-Erfolg in diesen Zeiten

Weil die Produktion in den Fabriken durch den Mangel an Rohstoffen und elektronischen Komponenten immer wieder stockte, verkaufte der BMW-Konzern zwischen Juli und September zwar nur 593.200 Autos und damit 12 Prozent weniger als im dritten Quartal des Vorjahres. Aber die greifbaren Halbleiter wurden vor allem in teurere, profitablere Modelle eingebaut. Und wegen des geringeren Angebots musste BMW weniger Rabatte einräumen. Auch zurückkommende Leasingfahrzeuge waren mehr wert, heißt es weiter. Außerdem sankt das Ausfallrisiko für Autokredite. Das Konzernergebnis vor Steuern stieg nun um 39 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Nach Steuern blieben 2,6 Milliarden übrig.

Im Gesamtjahr sollen die Auslieferungen deshalb solide über dem Niveau des Vorjahres liegen. Das Konzernergebnis werde signifikant über dem Vorjahreswert sein. Und nach neun Monaten hat BMW bereits neue Bestwerte bei Auslieferungen, Umsatz und Konzernergebnis erzielt, wird betont. Imd zwar mit insgesamt 1,932 Millionen verkauften Autos, 82,8 Milliarden Euro Umsatz und einem Ergebnis von 13,2 Milliarden Euro vor Steuern.

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