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Laserentschichten Botschafter für nachhaltige Produktionsprozesse

| Redakteur: Claudia Otto

Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Dr. Winfried Barkhausen ist Edwin Büchter Träger des Deutschen Umweltpreises 2010. Grund dafür ist das Laserverfahren der Clean-Lasersysteme GmbH. Aber auch über seine Produkte hinaus macht sich der geschäftsführende Gesellschafter für Nachhaltigkeit stark.

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Edwin Büchter:
Edwin Büchter: "Insbesondere im innovativen Mittelstand stecken große und dynamische Kräfte, die es zu nutzen gilt."
(Bild: Clean-Lasersysteme)

Herr Büchter, was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit heißt für mich, ökologische und ökonomische Ziele mit einer reduzierten Arbeitsplatzbelastung in Einklang zu bringen. Aber Nachhaltigkeit bedeutet auch, Verantwortung für zukünftige Generationen zu übernehmen und dabei durch technologische Entwicklung den menschlichen „Footprint“ zu minimieren, ohne dabei auf den Komfort der Moderne verzichten zu müssen.

Wie steht es um die Nachhaltigkeit in Ihrer eigenen Produktion?

Nachhaltigkeit im eigenen Hause ist ein wichtiges Thema. Umweltschutz fängt bei uns schon im Kleinen an. Dazu gehört die Sensibilisierung für den sorgfältigen Umgang mit Ressourcen, aber auch scheinbar banale Dinge wie die korrekte Mülltrennung. Durch unser modernes Betriebsgebäude ist der Energie- und Ressourcenverbrauch sehr gering. Zudem stellen wir 40 % unseres jährlichen Energieverbrauches mithilfe unserer Solaranlage selbst her. Unterm Strich verbraucht die Clean-Lasermanufaktur kaum mehr Energie als ein kleines Mehrfamilienhaus.

Können Sie von konkreten Maßnahmen berichten, die Sie umgesetzt haben?

Aktuell freuen wir uns über die erfolgreich abgeschlossene Ökoprofit-Zertifizierung. Durch ein internes Projektteam konnten wir weiteres Einsparpotenzial aufdecken und somit erfolgreich und profitabel Nachhaltigkeit realisieren. Im Kleinen anfangen und damit auch Zeichen setzen, um das Bewusstsein der Mitarbeiter und Kunden zu wecken, ist unsere Devise. Die Multiplikatorwirkung unserer Lasersysteme hinsichtlich der erzielbaren Nachhaltigkeit ist aber deutlich höher, als wir es bei uns je erreichen können. Trotzdem müssen und wollen wir auch vor unserer eigenen Haustür kehren, auch um die Botschaft der nachhaltigen Wirkung unserer Technologie glaubwürdig zu transportieren.

Wie kommen Sie als Unternehmer Ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nach?

Ich verstehe mich – als Umweltpreisträger – auch als Botschafter für nachhaltige Technologien. Dabei geht es um unsere eigenen Produkte, aber auch darum, den Kunden Anregungen für nachhaltige Produktionsprozesse zu geben, die nicht nur die Umwelt, sondern auch das Budget entlasten. Auch nutze ich öffentliche Auftritte wie die Woche der Umwelt, um klarzustellen, dass auch im Mittelstand großes Potenzial zur Nutzung und zur Generierung umweltfreundlicher Techniken liegt. Nachhaltigkeit bringt uns – vor allem im technologiegetriebenen Deutschland – voran und im globalen Wettbewerb einen Schritt voraus. Insbesondere im innovativen Mittelstand stecken große und dynamische Kräfte, die es zu nutzen gilt.

Wie sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter für das Thema Nachhaltigkeit?

Durch Überraschungsaktionen, die wir im Unternehmen umsetzen, begeistern und sensibilisieren wir auch unser Team für Umweltthemen. Aktuell haben wir auf unserem Erweiterungsgebiet mit einem Imker Blumensamen gestreut, aus denen bald Nektar- und Pollenspender wachsen, sodass einige Bienenvölker einen neuen Lebensraum bei uns finden.

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