Technische Bürsten

Bürstenhersteller Kullen-Koti feiert Hundertjähriges

| Redakteur: Jürgen Schreier

Festwagen aus den Anfangstagen des Unternehmens: Kullen gilt nach dem Zusammenschluss mit der Koti-Gruppe als einer der weltweit größten Produzenten von Industriebürsten.
Festwagen aus den Anfangstagen des Unternehmens: Kullen gilt nach dem Zusammenschluss mit der Koti-Gruppe als einer der weltweit größten Produzenten von Industriebürsten. (Bild: Kullen)

Vor wenigen Wochen feierte die Kullen-Koti GmbH ihr 100-jähriges Bestehen. Seit der Übernahme durch die niederländische Koti-Gruppe im Jahr 2012 verfügt der Hersteller über das wohl weltweit größte Sortiment technischer Bürsten, so schätzt das Unternehmen.

Von Anfang an war die Firma Kullen eng mit ihrem Hauptsitz verbunden, dem sie bis heute treu geblieben ist: der Stadt Reutlingen. Gegründet wurde das Unternehmen von Paul Kullen und Wilhelm Epp. In den Anfangsjahren lag der Schwerpunkt auf Haushaltsbürsten und -besen. Ende der 20er Jahre kam die Spezialisierung auf Maschinen-, Industrie- und Walzenbürsten, hauptsächlich für die Textil- und Papierproduktion.

Fertigung von Waschanlagen und Maschinen vorangetrieben

Im Laufe der folgenden Jahre erwarb Kullen mehr und mehr Patente, zum Beispiel für die Spiralbürstenfertigung. Schritt für Schritt wurde mit der Fertigung von Waschanlagen und Maschinen der Ausbau vorangetrieben. 1961 eröffnete man ein Zweigwerk in Honau. Im Jahr darauf beschäftigte Kullen bereits 240 Mitarbeiter. Mitte der 70er-Jahre zogen alle Produktionsabteilungen in einen Neubau um. Mit der Gründung der Tochterfirma R.I.B. im englischen Llandovery standen die Zeichen auf Expansion.

Als 1983 der heutige Geschäftsführer Dieter Kullen die Leitung übernahm, war die Produktpalette auf 55.000 Bürstentypen angewachsen. In den 90ern folgten schließlich der Erwerb eines Unternehmens in Bristol mit 100 Mitarbeitern und ein Joint Venture in China. Die Gesamtfläche aller Produktionsstätten betrug damals 30.000 m². Im neuen Jahrtausend eröffnete man ein Verkaufsbüro in der tschechischen Republik.

2012 erfolgt Verkauf an die Koti-Gruppe

2012 kam der große Umbruch: Weil in absehbarer Zeit kein Familienmitglied für die Geschäftsführung zur Verfügung stehen würde entschieden sich die Gesellschafter nach reiflicher Überlegung zum Verkauf an die Koti-Gruppe. Beide Firmengruppen ergänzen sich in ihren Produktportfolios. Die Koti-Gruppe beschäftigt gegenwärtig 750 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von 80 Mio. Euro. Mit 141.000 Bürstentypen entstand das wohl weltweit größte Angebot an technischen Bürsten.

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