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China- und Ölpreisschwäche versetzen Schmolz + Bickenbach den nächsten Schlag

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Der Schweizer Spezialstahlhersteller Schmolz + Bickenbach AG senkt seine Gewinnprognose. Das Unternehmen hat laut eigener Mitteilung bis August 2015 Rückgänge bei Auftragseingängen, Absatzmengen und Umsatzerlösen hinnehmen müssen. Zudem habe der Rückgang der Rohstoffpreise zu weiteren Bestandsabwertungen geführt.

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Noch heißer hergehen dürfte es demnächst bei Schmolz + Bickenbach: Nach einer Gewinnwarnung will der Spezialstahlhersteller stärker sparen.
Noch heißer hergehen dürfte es demnächst bei Schmolz + Bickenbach: Nach einer Gewinnwarnung will der Spezialstahlhersteller stärker sparen.
( Bild: Schmolz + Bickenbach )

Schmolz + Bickenbach erwartet jetzt für das Geschäftsjahr 2015 ein EBITDA von 160 bis 180 Mio. Euro, zuvor waren es noch 190 bis 230 Mio. Euro gewesen. Niedrige Preise für Rohstoffe und Legierungselemente erhöhten den Druck auf die Basispreise und führen durch einen geringeren Legierungszuschlag zu niedrigeren Umsatzerlösen, wie der Spezialstahlhersteller erläutert. Darüber hinaus sei das Öl- und Gasgeschäft wegen des niedrigen Ölpreises vorübergehend fast zum Erliegen gekommen. Die Schwäche beim Rohölpreis mache die für das zweite Halbjahr 2015 erwartete Erholung im Öl- und Gasgeschäft nunmehr unwahrscheinlich. „Die Unsicherheit in Bezug auf die weitere Entwicklung der chinesischen Wirtschaft führt zu einem zögerlichen Bestellverhalten einiger Kundengruppen, insbesondere aus der Automobilbranche und deren Zulieferern“, sagte CEO Clemens Iller weiter.

Um den gegenläufigen Marktentwicklungen zu begegnen, hat das Unternehmen nach eigenen Angaben zusätzlich zum bereits bestehenden Ergebnisverbesserungsprogramm weitere Maßnahmen identifiziert und implementiert diese aktuell. Über deren Wirksamkeit und EBITDA-Effekte werde Schmolz + Bickenbach zu gegebener Zeit informieren. „Der Wechselkurs war insbesondere zu Beginn des Jahres ein sehr großes Problem, da unsere Schweizer Gesellschaften Steeltec und Swiss Steel zu 80 % in den Euroraum exportieren. Inzwischen hat sich der Kurs des Euro gegenüber dem Franken teilweise erholt, sodass der Druck hier etwas geringer geworden ist“, ergänzte Iller.

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