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Studie

China verschärft weltweiten Maschinenbau-Wettbewerb drastisch

| Redakteur: Stéphane Itasse

Der globale Wettbewerb im Maschinenbau wird sich drastisch verschärfen. Die Umstrukturierung der chinesischen Wirtschaft durch den neuen Fünfjahresplan bewirkt einen hohen Exportdruck auf die chinesischen Maschinenbauer, wie die Unternehmensberatung Oliver Wyman bei der Vorstellung ihrer neuen Studie zum Maschinenbau am Mittwoch mitteilt. Deutsche Hersteller müssten handeln.

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Deutsche Maschinenbauer müssen sich auf mehr Wettbewerb aus China einstellen. (Bild: Trumpf)
Deutsche Maschinenbauer müssen sich auf mehr Wettbewerb aus China einstellen. (Bild: Trumpf)

China hat in den vergangenen zehn Jahren massiv an Bedeutung gewonnen und Deutschland als stärkste Maschinenbaunation von Platz eins verdrängt. Das Wachstum der chinesischen Player war bislang primär von einer hohen, staatlich stimulierten Binnennachfrage getrieben. Dabei wurden vor allem Ausrüster für Schlüsselindustrien wie Bau und Bergbau, Stahl, Infrastruktur, Automobil und Textil staatlich gefördert.

Chinas Maschinenbau exportiert bisher wenig

Der Außenhandel stand hingegen kaum im Fokus der chinesischen Maschinenbauer. Dennoch gibt es Beispiele für erfolgreiche Exportstrategien. Segmente wie Armaturen, Industrieöfen und Lufttechnik verzeichnen mit über 40% hohe Exportanteile. In anderen Sektoren nahm die Exportquote in kürzester Zeit signifikant zu.

Bei Radladern beispielsweise stieg diese von 2007 bis 2009 von 9,1 auf 16,4%. Insgesamt beläuft sich der Anteil der in China produzierten Maschinen und Anlagen am weltweiten Exportvolumen heute auf mehr als 10%. Im Jahr 2001 waren es gerade einmal 2%.

Neuer Fünfjahresplan reduziert Förderung für Maschinenbau in China

Der jetzt verabschiedete neue Fünfjahresplan führt zu gravierenden Veränderungen der chinesischen Wirtschaftsstruktur. Er stärkt den Binnenkonsum und stellt den Ausbau der Infrastruktur so

wie erneuerbare Energien als neue ökonomische Wachstumstreiber in den Mittelpunkt. Damit verbunden ist eine leichte Verlangsamung des geplanten Wirtschaftswachstums von 7,5 auf 7%.

Die bisherige Förderung für den Maschinen- und Anlagenbau geht zurück. Vielmehr wird in Segmenten mit vorhandenen Überkapazitäten wie Automotive, Maschinen- und Stahlbau von staatlicher Seite eine Konsolidierung angestrebt, aus der wenige, international wettbewerbsfähige nationale Champions hervorgehen werden. Danach könnte beispielsweise ein chinesischer Werkzeugmaschinenhersteller wie die Shenyang Group mit heute 1,3 Mrd. Euro Umsatz durch internes Wachstum, Übernahmen und Beteiligungen zu einem hochprofitablen Unternehmen mit bis zu 5 Mrd. Euro heranreifen.

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