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Studie

China verschärft weltweiten Maschinenbau-Wettbewerb drastisch

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Insgesamt wird sich die Wachstumsrate im chinesischen Maschinenbaumarkt zwar fast halbieren, mit knapp 13% aber dennoch weiterhin zweistellig sein und damit überproportional ausfallen. Schätzungen zufolge wird sich das Produktionsvolumen bis 2015 von 343 Mrd. Euro im Jahr 2009 auf dann 696 Mrd. erhöhen.

Maschinenbau in China muss künftig auf Export setzen

„Dieser Anstieg wird allerdings nur durch nachhaltige Exporterfolge chinesischer Maschinenbauer möglich sein“, sagt Tobias Sitte, Associate Partner bei der Unternehmensberatung. „Denn mit der Binnennachfrage allein lässt sich dieses Wachstum nicht mehr erreichen.“ Zunächst würden die Chinesen die Schwellenländer verstärkt ins Visier nehmen und mittelfristig auch in die Triademärkte USA, Japan und Europa drängen.

Ähnlich wie bei der japanischen Großoffensive in den 1980er-Jahren ist laut Studie die Gefahr groß, dass die chinesischen Maschinenbauer in den nächsten Jahren deutliche Weltmarktanteile gewinnen werden, zumal sie im Vergleich zu den Japanern aggressiver im M&A-Markt agieren. Beispiele sind die Beteiligungen von Jiangsu Jinsheng Industry an Emag, von AVIC International an KHD Humboldt Wedag und von Shanghai Electric an Goss International.

China kann Deutschland als größten Maschinenbau-Exporteur ablösen

„Wir werden künftig mehr Akquisitionen erleben“, erwartet Thomas Kautzsch, Partner bei der Unternehmensberatung. „Insgesamt wird sich der Wettbewerb im Maschinenbau weltweit drastisch verschärfen. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass China Deutschland in den nächsten fünf Jahren als größten globalen Exporteur ablösen wird.“ Eine Berechnung der Unternehmensberatung ergibt, dass die zehn größten chinesischen Maschinenbauer spätestens 2014 ihre deutschen Wettbewerber beim Umsatz überholt haben, wie es heißt.

Die deutschen Maschinenbauer müssten genau analysieren, inwieweit sie von dem sich verlangsamenden Wachstum in China und der Exportoffensive der Volksrepublik betroffen sind. Das Bild wird für jedes Unternehmen sehr differenziert ausfallen.

Deutsche Maschinenbauer müssen Geschäftsmodell anpassen

Um zu beurteilen, wie groß die Gefährdung und damit die Notwendigkeit einer Anpassung des Geschäftsmodells ist, sollten drei zentrale Fragen beantwortet werden:

  • Wie stark ist das Unternehmen dem Wettbewerb mit chinesischen Maschinenbauern ausgesetzt und wie groß sind die Anteile in Volumen- und Nischenmärkten?
  • Ist eine dauerhafte Differenzierung möglich, die durch Innovationen strategisch kontrolliert werden kann?
  • Sollte sich das Unternehmen auf Kundensegmente im Heimatmarkt zurückziehen oder stärker mit global einheitlichen Produkten auf den Weltmarkt drängen?

„Für deutsche Maschinenbauer ist es jetzt an der Zeit zu handeln“, so Kautzsch. „Wenn sie die Wachstumschancen im verschärften Wettbewerb konsequent nutzen, können sie nachhaltig profitieren.“

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