Reach Chrom(VI)-Beschränkungen beruhen auf fragwürdigen Daten

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Datenbasis, auf der der Einsatz von Chrom(VI) in Europa durch die EU genehmigungspflichtig werden soll, ist unzureichend: Diese Ansicht vertritt der Verein zur Wahrung von Einsatz und Nutzung von Chromtrioxid und anderen Chemikalien in der Oberflächentechnik (Vecco) e.V. Der Verein stützt sich dabei laut Dr. Malte Zimmer, zuständig für das Management und die Koordination der Aktivitäten des Vecco, auf ein Statistik-Gutachten.

Dr. Malte Zimmer, Koordinator des Vecco, stellt die Datengrundlage für Einschränkungen beim Chrom(VI)-Einsatz infrage.
Dr. Malte Zimmer, Koordinator des Vecco, stellt die Datengrundlage für Einschränkungen beim Chrom(VI)-Einsatz infrage.
(Bild: Itasse)

„Das Gutachten zeigt, dass die Messwerte der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) keine Relevanz haben. Die Daten sind verzerrt, unter anderem weil Betriebe mit hohen Emissionen besonders häufig gemessen wurden“, erläuterte Zimmer. Auf diesen Daten beruhe aber die Argumentationskette von der DGUV über die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua), der Europäischen Chemikalien-Agentur (Echa) bis hin zur EU-Kommission. Der Verein habe deshalb eine Neueröffnung der mündlichen Verhandlung vor dem Europäischen Gerichtshof im Rahmen seiner Klage gegen die EU-Kommission beantragt. Die DGUV wollte sich auf Anfrage von MM MaschinenMarkt nicht äußern.

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