Normteile Clevere Beschaffung beim Systemlieferanten

Ein Gastbeitrag von Stéphane Itasse

Für ihre Normalien brauchen Werkzeugbauer verlässliche Partner. TMCK 4.0 aus Freudenstadt geht dabei noch einen Schritt weiter und hat Fibro als Systemlieferanten ausgewählt. Die besonders enge Zusammenarbeit bringt Vorteile für beide Seiten.

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Blick in ein Werkzeug.
Blick in ein Werkzeug.
(Bild: Fibro)

Seit drei Jahren ist die TMCK 4.0 GmbH aus Freudenstadt am Markt aktiv. Doch so jung das Unternehmen ist – die drei Gründer Klaus Brebeck, Claus Eckstein und Michael Link bringen zusammen mehr als 90 Jahre Erfahrung im Werkzeugbau mit. Das Unternehmen mit zehn Mitarbeitenden bietet die Konstruktion und Herstellung von Stanz- und Umformwerkzeugen sowie Vorrichtungen an. Hinzu kommen die Lohnfertigung in kleinen Stückzahlen mit der zerspanenden und funkenerosiven Metallbearbeitung sowie Konstruktionsdienstleistungen.

Anhand von Produktzeichnungen oder Mustern entwickelt TMCK – der Unternehmensname steht für „Team mit cleveren Köpfen“ – das Werkzeugkonzept. Anschließend erarbeiten die Werkzeugbau-Experten zusammen mit den Kunden ein praxisgerechtes Werkzeug mit langen Standzeiten und größtmöglicher Wiederholgenauigkeit. Selbstredend achten die Freudenstädter schon bei der Planung darauf, dass die Anwendenden ihr Werkzeug später einfach warten und dessen Verschleißteile leicht austauschen können.

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„Mit unserem Maschinenpark können wir im Werkzeugbau so gut wie alles machen“, erläutert Brebeck. In der Tat kann sich die Ausstattung sehen lassen: Für das Fräsen stehen eine 5-achsige Posmill H 800 U und eine 3-achsige Posmill E 1100 bereit. Die Drehoperationen übernimmt eine DMT CD 402, die Schleifaufgaben zwei NC-gesteuerte ELB-Flachschleifmaschinen. Zum Drahterodieren verfügt TMCK über zwei Vollbadmaschinen vom Typ Agiecut Challenge 3. Nicht fehlen darf in der Halle auch eine hydraulische Try-Out-Presse mit vier Säulen und einer Presskraft von 200 Tonnen.

Wichtigste Anforderung ist die Qualität

Qualität steht im Werkzeugbau an oberster Stelle: Nur damit ist eine lange Werkzeuglebensdauer sichergestellt, die wiederum für die Wirtschaftlichkeit entscheidend ist. Bei TMCK zeugt nicht nur der Maschinenpark von diesem Qualitätsbewusstsein. Das Unternehmen hat sich auch nach ISO 9001 zertifizieren lassen. Damit gelingt es, Kunden vor allem aus den Branchen Automotive, Sanitär, Bau und Medizintechnik zu überzeugen.

Doch nicht nur das Können der Werkzeugbauer ist für die Qualität des Ergebnisses entscheidend – auch die verbauten Komponenten müssen hohen Ansprüchen genügen. Wo immer es geht, setzt TMCK dabei auf Fibro. „Wir sind sehr zufrieden. In den vergangenen drei Jahren ist viel Gutes entstanden“, erläutert Brebeck. Alles, was lastenheftfrei ist, beschaffen die Freudenstädter beim Weltmarktführer für Normalien – das betrifft etwa 90 bis 95 Prozent dieser Teile. „Zeitweise wollten uns einige Kunden in eine andere Richtung lenken, doch mittlerweile stellen wir sie um“, sagt Brebeck weiter.

Denn von der Zusammenarbeit zwischen TMCK und Fibro profitieren auch die Werkzeuganwender. „Bei einem Kunden waren die Gasdruckfedern im Werkzeug alle vier Wochen defekt. Wir haben dann vorgeschlagen, Fibro-Gasdruckfedern einzubauen – seitdem ist alles in Ordnung“, berichtet Link. Und weil die Werkzeuge aus Freudenstadt in alle Welt gehen, hilft auch die weltweite Präsenz von Fibro: Auf diese Weise können die Anwendenden problemlos alle Ersatzteile erhalten.

Partnerschaft zugleich eng und flexibel

Seit gut einem Jahr haben die beiden Unternehmen ihre Partnerschaft noch weiter vertieft: In einem Rahmenvertrag hat TMCK Fibro zum Systemlieferanten gemacht und die weiteren Konditionen festgelegt.

Zugleich müssen die Vertragspartner flexibel bleiben: Da jedes Werkzeug, das die Halle von TMCK verlässt, individuell gebaut ist, sind dafür auch andere Normalien notwendig. Die konkreten Bestellungen nimmt der Werkzeugbauer aus Freudenstadt deshalb über den Webshop von Fibro vor. Darin finden Anwenderinnen und Anwender seit 2021 ein umfassendes Angebot an Normalien mit rund 200.000 Standardprodukten. In Wirklichkeit ist das Produktspektrum aber noch viel größer, denn fast alle Artikel lassen sich über einen Produktkonfigurator verändern. So können Werkzeugbauer die Produkte beispielsweise in den Abmessungen variieren, um sie an die Gegebenheiten im Werkzeug anzupassen. Ein weiteres Plus ist die automatische Umschlüsselung von Normprodukten. Der Shop unterstützt dabei ISO, DIN, AFNOR, NAAMS und sämtliche Werksnormen.

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Auch können die Kunden im Webshop zum Beispiel Verfügbarkeiten und Lieferzeiten für alle Produkte abrufen, Express-Lieferungen veranlassen, Sendungen verfolgen und Produktanfragen direkt über das Shop-System stellen. Wer bestimmte Normalien regelmäßig bestellt, kann sie per Artikelschnellerfassung besonders effizient eingeben. Auch Daten aus früheren Aufträgen lassen sich mit einem Klick hochladen. Bestellungen, die vor 14 Uhr eingehen, werden bei Verfügbarkeit noch am selben Tag versandt. „Schnelle Lieferzeiten, Lieferfähigkeit und schnelle Reaktionszeiten versprechen alle, aber hier trifft es wirklich zu“, betont Eckstein.

Darüber hinaus bietet der Fibro Webshop nutzerorientierte Funktionen im Bereich Customer Self Service. Damit können Kunden jederzeit auf Belege wie Rechnungen und Lieferscheine zugreifen, Retouren anlegen und selbst Bestellungen, die nicht über den Webshop eingegangen sind, verwalten.

Dass digital so vieles möglich ist, bedeutet allerdings nicht das Ende der persönlichen Kontakte. Darauf legen sowohl die drei Gründer als auch Matthias Jörg, technischer Berater im Fibro-Außendienst, großen Wert. Das betrifft nicht nur speziellere Wünsche von TMCK, die am Telefon besprochen werden. „Einmal im Quartal setzen wir uns zusammen und reden offen über alles, was anliegt“, berichtet Jörg. Diese Mischung stimmt offensichtlich, denn für die Zukunft der Zusammenarbeit hat Brebeck nur einen Wunsch: „Es soll so bleiben, wie es ist.“

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