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Damit der neue Job nicht zur Sackgasse wird

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So hätte zum Beispiel Nolte den Salesmanager-Job gewiss in Hamburg problemlos gemeistert. Doch mit dem „ewigen Hin und Her zwischen Hamburg und München“ kam er nicht klar. Denn er ist ein „Familienmensch“ und braucht seinen „Heimathafen“.

Drum prüfe, wer sich bindet!

Den braucht nicht jeder. Maik Dietz zum Beispiel würde seinen Heimathafen im hessischen Friedberg gern seltener sehen. Der Betriebswirt verlor 2008 in Folge einer Umstrukturierung nach elf Jahren seinen Job als Geschäftsführer der deutschen Niederlassung eines internationalen Industriedienstleisters.

Nach fast einem Jahr erzwungener Auszeit nahm er die Geschäftsführer-Stelle bei einem mittelständischen Verpackungshersteller an, obwohl er wusste: Dessen Inhaber hat in den zurückliegenden vier Jahren drei Geschäftsführer verschlissen. Fortan pendelte Dietz zwischen dem Wohnort seiner Familie und dem 300 Kilometer entfernten Standort des Unternehmens hin und her. Was weder ihm, noch seiner Frau etwas ausmachte.

Doch rund 15 Monate später stand Dietz erneut auf der Straße – aufgrund persönlicher Differenzen mit dem 74-jährigen Firmeninhaber. Es folgte eine weitere erzwungene Auszeit von über einem Jahr, bevor Dietz Geschäftsführer bei einem Start-up in Niedersachsen wurde. Also pendelte er erneut. Bis er circa 1,5 Jahre später wieder auf der Straße stand. Dieses Mal, weil er sich mit der Private-Equity-Gesellschaft, die das Start-up finanzierte, über dessen Strategie uneins war.

Macher aufgepasst!

Und seitdem hat Dietz ein echtes Problem. Denn wenn er sich irgendwo als potenzieller Geschäftsführer vorstellt, kann er in den Augen seiner Gesprächspartner regelrecht die Frage lesen: Warum wurde der in nur sechs Jahren drei Mal entlassen? Dass er zuvor elf Jahre erfolgreich Geschäftsführer bei dem Industriedienstleiter war, nehmen seine potenziellen Arbeitgeber gar nicht mehr wahr. Er ist in ihren Augen „verbrannt“. Seine Einstellung wäre in ihren Augen mit zu hohen Risiken verbunden. Deshalb ist er für sie, wenn es um das Besetzen einer Geschäftsführer-Stelle geht, maximal noch zweite Wahl.

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