Suchen

Massivumformung auf der EMO Hannover 2019

Das bringt die Massivumformung im Leichtbau weiter

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die herrschenden Trends in den Schlüsselindustrien erhöhen den Kostendruck auch in der Umformindustrie, so Lasco. In Halle 16 am Stand H03 präsentiere das Unternehmen nicht nur eine Reckwalze, die für Entspannung sorge.

Firmen zum Thema

Lasco präsentiert im Rahmen der EMO Hannover 2019 unter anderem diese Reckwalze des Typs RCW 450 für das Aluminumschmieden in Halle 16 am Stand H03. Damit, und mit weiteren umformtechnischen Highlights will man der Branche den allseits herrschenden Kosten- und Zeitdruck aus dem Kessel nehmen.
Lasco präsentiert im Rahmen der EMO Hannover 2019 unter anderem diese Reckwalze des Typs RCW 450 für das Aluminumschmieden in Halle 16 am Stand H03. Damit, und mit weiteren umformtechnischen Highlights will man der Branche den allseits herrschenden Kosten- und Zeitdruck aus dem Kessel nehmen.
( Bild: Lasco )

Das Schlagwort „Massiver Leichtbau“ ist heute ein zentraler Begriff, wenn es um die zukunftsweisende E-Mobilität geht, berichtet Lasco. Aluminium stehe dabei wegen seiner spezifischen Eigenschaften zu Recht im Fokus. Innovative Erfindungen und Fertigungsmethoden erweitern auch die Möglichkeiten zur Massivumformung dieses Werkstoffs, heißt es. Deshalb widme sich Lasco bei seiner Messepräsentation auch besonders dem Thema Aluminiumschmieden. Ausgestellt werden dazu die Reckwalze RCW 450 und eine vollautomatische 6-fach-Elektrostauchanlage für das Ventilschmieden. Diese Vorformaggregate sorgen in verketteten Prozessen für eine endkonturnahe Materialverteilung der Rohlinge und minimieren den Materialverlust beim Fertigschmieden im Gesenk, wie Lasco präzisiert.

Neuartiges System fungiert als Presse und Schmiedehammer

Außerdem gewährt Lasco einen Blick auf die Möglichkeiten der Multiplexpresse MXP, ein Aggregat, das servohydraulische Presse und Schmiedehammer zugleich ist und, wie es weiter heißt, gleich drei verschiedene Umformschritte in einer Maschine ausführen kann. Das System, betont Lasco, hilft Industrieschmieden im Hinblick auf die momentane Umstellungsphase der Automobilindustrie auf neue Antriebssysteme, um auf die Veränderungen flexibler reagieren zu können. Die MXP stelle Kräfte und Funktionen zur Verfügung, die zur Herstellung von biege- und beulsteifer Bauteilkonstruktionen mit partiell ausgeformten Funktionselementen aus Dünn- oder Dickblechen benötigt würden. Dabei ist sowohl die Warm- als auch die Kaltumformung möglich, sagt Lasco. Das neuartige Maschinensystem kombiniert das Antriebssystem der kraftgebundenen Hydraulikpresse mit dem des energiegebundenen hydraulischen Gesenkschmiedehammers. Der daraus resultierende Vorteil, erklärt der Hersteller, ist, dass die Ziehoperationen mit den für Hydraulikpressen typischen weichen Bewegungsabläufen erfolgen und die Endausformung und/oder das Kalibrieren bei vorgegebener Energie mit extrem hohen Kräften durchgeführt werden können.

Durch die „virtuelle Inbetriebnahme“ schneller zur Gutteilproduktion

Ein weiteres Highlight auf Lascos Messestand trage den immer komplexer werdenden verketteten Anlagen und den zunehmenden Forderungen nach dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Inbetriebnahme Rechnung. Und der international herrschende Wettbewerbsdruck verkürzt mehr und mehr die Phasen, die die Anwender für eine Nachjustierung und Optimierung der Anlagen zur Verfügung stellen können, wie Lasco anmerkt. Die Systeme sollen meist möglichst vom Start weg unter Einhaltung aller auferlegten Pflichten störungsfrei laufen. Mit der bei Lasco, wie es heißt, sehr weit fortgeschrittenen Technik der „virtuellen Inbetriebnahme“ stell das Unternehmen auf der EMO Hannover einen Service vor, der diesen Anforderungen in hohem Maße gerecht wird. Schon in der Engineeringphase werden alle Maschinenabläufe und Betriebszustände am Rechner simuliert. Bei diesem Vorgehen werden digitale Daten aus der Konstruktionsphase evaluiert: 3D-CAD-Daten, SPS- und deren Roboterprogramme, Antriebsmodelle inklusive der Parameter et cetera. Mithilfe praxistauglicher Prozessparameter finde die Simulation bereits weit vor Auslieferung und Aufbau eines Fertigungssystems statt. Potenzielle Fehler würden frühzeitig erkannt, Korrekturschleifen minimiert und die Länge der Phase einer Inbetriebnahme auf der Baustelle nicht nur kalkulierbarer sondern vor allem drastisch verkürzt.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 46044078)

Bild: Lasco; GF Machining Solutions; Otec; Kasto; Meba; ; Lasco; VAL; KLAUS LORENZ; Boschert; Liebherr-Hydraulikbagger; Schoen + Sandt; Haulick+Roos; Siemens, 2019; picsfive - Fotolia; Fagor Arrasate; Bomar; VCG; Trafö; ©Marc/peshkova - stock.adobe.com / Cadera Design; Dinse; Ecoclean; Lima Ventures; Hommel+Keller; Southco; Autoform/Rath; Opdi-Tex; GOM; BMW; Ugitech, Schmolz + Bickenbach; Thyssenkrupp; Karberg & Hennemann; Ceramoptec; schoesslers; GFE; Untch/VCC; ©Andrey Armyagov - stock.adobe.com; Fraunhofer IWM; Automoteam; Kuhn; Vogel/Finus; Eckardt Systems