Intec 2013 Das Fertigungsnetzwerk – Produzieren im Team

Redakteur: Jürgen Schreier

Mit erweitertem Leistungsportfolio, innovativen Produktionsverfahren und einem neuen Gesicht in seinen Reihen präsentiert sich das sächsische Firmenbündnis "Das Fertigungsnetzwerk" vom 26. Februar bis 1. März 2013 auf der Intec in Leipzig (Halle 3, Stand G30).

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Behälter- und Apparatebau bei AMS.
Behälter- und Apparatebau bei AMS.
(Bild: AMS)

Ein Netzwerk, fünf erfolgreiche Unternehmen: Die Omega Blechbearbeitung AG, die Gemag Gelenauer Maschinenbau AG, die AMS Technology GmbH, die LOV Limbacher Oberflächenveredelung GmbH sowie die Delta Barth Systemhaus GmbH stehen für ein erfolgreiches Konzept der Kooperation.

Neu im Team: Ingolf Baum von Omega

Neu im Führungsteam ist Ingolf Baum, seit Januar 2013 Leiter Zentraleinkauf und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Omega Blechbearbeitung AG. Als "Verbindungsmann" zwischen den einzelnen Unternehmen ist er künftig für die noch tiefgreifendere Koordination des Netzwerks in Punkten wie Einkauf, Produktionsablauf sowie gemeinsame Marktpräsenz zuständig.

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„Die Idee des Spezialisten-Netzwerks hat mich einfach begeistert. Ich sehe mein Engagement für Das Fertigungsnetzwerk auch als Investition in unsere Region, denn nur erfolgreiche Unternehmen können Chancen und vor allem jungen Leuten eine langfristige Perspektive bieten“, so Ingolf Baum.

Weitere Stationen seiner Karriere waren die Siemens VDO Automotive AG, wo er als Leiter Einkauf beschäftigt war sowie die Starrag-Heckert Gruppe, bei welcher er zuletzt als Leiter Supply Chain Management sowie Leiter Materialwirtschaft aktiv war.

Bindeeinrichtung für Rundballenpressen als Teamwork

Auf der Intec 2013 in Leipzig werden verschiedene Projekte des Fertigungsnetzwerks zu sehen sein. Eines davon ist eine Bindeeinrichtung für Rundballenpressen, mit der Heu, Stroh oder Silomasse mit Netz oder Plastikfolie zu Rundballen gebunden werden.

Der Produktion der Bindeeinrichtung ist echtes Teamwork: Während die Omega Blechbearbeitung AG sämtliche Blechteile fertigt, produziert die Gemag Gelenauer Maschinenbau AG die erforderlichen mechanischen Teile. Die Pulverbeschichtung wird anschließend von der LOV Limbacher Oberflächenveredelung GmbH ausgeführt. Die komplette Montage und der Versand erfolgt schließlich wieder im Hause Omega übernommen. Der komplette Auftragsdurchlauf wird von der ERP-Software Deleco von Delta Barth gesteuert.

Zertifizierte Qualität

Nach erfolgreicher Auditierung ist die AMS Technology GmbH seit September 2012 berechtigt, Edelstahldruckbehälter der Kategorien D1 und D2 nach chinesischen Normen herzustellen und nach China zu exportieren. Die „Chinese Manufacturing License“ bildet für den Behälter- und Apparatebauer das letzte Bindeglied, um weltweit flexibel agieren zu können.

Mit der TR-Norm (früher GOST-R-Norm) ist das Unternehmen bereits berechtigt, für den russischen Markt zu produzieren. In 2013 sollen weiterhin die Rezertifizierung des ASME U-Stamp sowie die Neuzulassung des UM-Stamp für die Belieferung des US-amerikanischen, kanadischen und australischen Markts mit Druckbehältern folgen.

Als erstes zugelassenes Unternehmen ist die LOV Limbacher Oberflächenveredelung GmbH seit Januar 2013 Mitglied der Industrial Quality Coating International (IQC). Diese eigenständige Qualitätsgemeinschaft im Rahmen der GSB International e.V. steht für hochwertige industrielle Beschichtungen von Stahl und verzinktem Stahl mit Pulverlack.

Das erworbene Siegel gilt als Ergänzung zu den Normen der GSB; die LOV selbst führt hier die Lizenzierungen Master Approved Coated Aluminium sowie den Zusatz Sea Proof Plus zur Fassadenbeschichtung auch im maritimen Klima. Durch die erfolgreiche Rezertifizierung der ISO TS 16949:2009 und die Erweiterung der DB Produktqualifikation für die Bearbeitung von Stahl ist die LOV seit Ende 2012 weiterhin berechtigt, für die Automobilzuliefererdindustrie zu fertigen sowie alle metallischen Teile für die Deutsche Bahn im Außen- und Innenbereich zu lackieren.

Maschinenpark ausgebaut

Mehr Raum für neue Ideen bietet die Gemag Gelenauer Maschinenbau AG. 2012 wurde die Erweiterung der Montage- und Lagerfläche um 1200 m² durch einen Hallenneubau abgeschlossen. Mit der Anschaffung der Unisign CNC-Großmaschine Uniport 7000 KW investiert der Maschinenbauer nun in den weiteren Ausbau der großmechanischen Fertigung.

Seit Ende 2012 sind in der Omega Blechbearbeitung AG zwei weitere Hightech-Maschinen in Betrieb. Mit einem innovativen Biegezentrum können Bleche nun noch präziser und wesentlich schneller gebogen werden; ein Vorteil, nicht nur bei großen Losgrößen, sondern auch in der Kit-Fertigung – der Produktion von Endprodukten, deren Blechteile nacheinander in Losgröße eins gefertigt werden.

In der Fertigung von Schweißbaugruppen kommt weiterhin ein neuartiges Schweißrobotersystem zum Einsatz. Die Anlage bietet maximale Flexibilität und Effizienz, sodass selbst komplexe Bauteile von bis zu drei Metern Länge und einem Gewicht von einer Tonne geschweißt werden können.

Intuitives System

Perfekt organisierte Abläufe und transparente Prozesse stellen im Metall- und Maschinenbau echte Wettbewerbsvorteile dar. Davon profitieren nicht nur die Unternehmen des Fertigungsnetzwerks selbst, sondern auch die Nutzer der ERP-Software Deleco von Delta Barth Deleco hat alle wertschöpfenden Prozesse im Blick – angefangen bei Vertrieb und Einkauf über Konstruktion, Materialdisposition und Lager bis hin zu Produktion sowie Finanzbuchhaltung.

Angesichts derart komplexer Abläufe rückt die Usability immer stärker in den Vordergrund. Das Softwarehaus Delta Barth widmet sich in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der TU Chemnitz. der Aufgabe, die Arbeitsprozesse der Software noch benutzerfreundlicher zu machen. Eine anwenderorientierte Oberfläche sowie eine intuitive Programmführung stehen dabei im Fokus.

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