Suchen

Kontraktlogistik

Das Geld liegt auf der Straße

| Autor/ Redakteur: Peter Förster / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Nur eine flexiblere Kontraktbasis kann die Wirtschaftlichkeit des Lkw-Transportes noch bewahren und sogar verbessern. Eine engere Zusammenarbeit von Verlader und Spediteur hilft gegen sinkende Margen und steigende Frachtkosten.

Firmen zum Thema

Mit Collaboration und dynamischer Disposition können die Transporteure von der Hauptlast von schwankendem Frachtaufkommen und Leerkilometern befreit werden. Auch die Verlader profitieren von einer flexibleren Zusammenarbeit.Bild: Archiv
Mit Collaboration und dynamischer Disposition können die Transporteure von der Hauptlast von schwankendem Frachtaufkommen und Leerkilometern befreit werden. Auch die Verlader profitieren von einer flexibleren Zusammenarbeit.Bild: Archiv
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Finanzkrise ist für die Logistikbranche nur ein Übel. Seit längerem haben Verlader und Spediteure mit steigenden Dieselpreisen, strengeren Auflagen, schärferen Kontrollen und der Autobahnmaut zu kämpfen. Wo gekürzt werden konnte, haben die Verlader und die Transporteure schon den Rotstift angesetzt, ihre Prozesse und internen Strukturen optimiert.

Strukturelle Kosten belasten Logistiker

Nur bedingt angetastet werden konnten bislang allerdings die grundlegenden strukturellen Kosten, die aus der Dynamik des Teil- und Komplettladungsmarktes resultieren. Die Hauptlast von schwankendem Frachtaufkommen und Leerkilometern tragen zunächst die Transporteure, die diese Risiken mit Preisaufschlägen in ihrer Kalkulation kompensieren müssen.

Eine kooperative und vor allem flexible Zusammenarbeit beider Seiten dagegen könnte diesen Mechanismus durchbrechen und die Gewinne optimieren. Die Schlagworte heißen „Collaboration“ und „dynamische Disposition“.

Wettbewerb zwingt zum Sparen bei der Zulieferung

Der Wettbewerb ist in allen Branchen härter geworden, jede Art von unnötigen Kosten kann zum Stolperstein werden. Entsprechend wird seit längerem daran gearbeitet, schon am Anfang der Supply Chain zu sparen: bei der Zulieferung und den Unternehmens- und Produktionsprozessen.

Größere Bestellmengen und dadurch günstigere Ware oder bessere Produktionsplanung und so weniger Bedarf zur Lagerhaltung – das sind derzeit die Devisen. Der Sparzwang hat das Optimierungspotenzial in diesem Bereich inzwischen sehr weit ausgereizt.

Ein starrer Blick auf dynamische Märkte

Ungenutzte Verbesserungsmöglichkeiten finden sich in den tieferen Strukturen, speziell in der Distribution. Noch kalkulieren die meisten Unternehmen ihr benötigtes Transportvolumen einmal im Jahr und dimensionieren entsprechend ihre Speditionskontrakte – ein statischer Blick auf den Markt, der seinerseits keineswegs statisch ist.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 285310)