Panasonic Robot & Welding Der gute Draht zueinander hilft auch beim Schweißen

Autor / Redakteur: Ulla Wandzik / Peter Königsreuther

100 t Stahl für den Werkzeugbau und 3000 t Coil-Material, die das Presswerk verarbeitet, sind nur einige der beeidruckenden Eckdaten der Paul-Hafner-Fertigung. Hafner verbraucht auch 2,5 Mio. Meter Schweißraht täglich. Letzterer durchläuft den Drahtvorschub von Panasonic-Schweißrobotern. Paul Hafner setzt auf die Systeme des Spezialisten aus Neuss. Warum das so ist, erfahren Sie hier.

Firmen zum Thema

Mit dem hybriden Schweißmanipulator der Panasonic TM-1400WG3 ist die Paul Hafner GmbH auf dem neusten Stand der Technik.
Mit dem hybriden Schweißmanipulator der Panasonic TM-1400WG3 ist die Paul Hafner GmbH auf dem neusten Stand der Technik.
(Bild: Panasonic)

Seit 70 Jahren ist die Paul Hafner GmbH auf dem Markt vertreten. Ur-sprünglich lag der Fokus des mittelständischen Unternehmens im Werkzeugbau, ist diesem bis zum heutigen Tage auch treu geblieben. Mit der Eingliederung eines Presswerkes im eigenen Hause wurde der Aktions-radius um die Tätigkeiten Stanzen, Biegen und Formen von Blechdicken zwischen 0,5 bis 6 mm erweitert. Auch das Schweißen der Applikationen wird bei der Paul Hafner GmbH eigenständig durchgeführt. In diesem Unternehmen treffen Erfahrung und Fortschritt optimal aufeinander! Mit 180 Mitarbeitern, hausinternen Werkzeugbau, Presswerk und Schweißbereich bearbeitet das Unternehmen aus Wellendingen den Automobilzulieferer-Markt. 80 % der angefertigten Applikationen werden europaweit in diese Branche geliefert. Den Fokus setzt das Unternehmen dabei auf die Produktion von Teilen für Abgasanlagen und Aufhängung.

Automatisiertes Schweißen mit dem Roboter

Jahrzehnte ist es her, als das Baden-Württembergische Unternehmen sich zunächst für das Eingliedern eines manuellen Schweißbereiches entschieden hatte. Nach einer immer stärker wachsenden Auftragslage und einer immer höher geforderten Stückzahl, entschloss sich das Unternehmen zu rationalisieren „Wir mussten lieferfähig bleiben, Termine erfüllen und gleichzeitig das Personal nicht grundlos belasten“, so Herr Hansjörg Stöhr, technischer Geschäftsführer der Paul Hafner GmbH. 13 Schweißanlagen wurden im Zuge dessen in den 90ern eingegliedert, welche sich zunächst bewährt haben: „Wir haben uns über Panasonic Robot & Welding auf Messen informiert und Gespräche mit deren Fachleuten gehalten. Die ersten Eindrücke haben uns überzeugt, sodass wir die bestehenden Anlagen vollständig gegen Panasonic-Performarc-Zellen austauschten“, erklärt Stöhr. Die neuen Anlagen arbeiten schneller und zeichnen sich durch eine bessere Schweißnahtqualität aus. Diese wurden stufenweise innerhalb von drei Jahren bei der Paul Hafner GmbH implementiert. Auch die jederzeit gute Betreuung durch Service und Vertreib seitens Panasonic Robot & Welding schätzt der Geschäftsführer sehr.

Bildergalerie

Panasonic-Know-how heißt schlanke Fertigung

13 bestehende Schweißanlagen wurden gegen zehn Panasonic Performarc Zellen ausgetauscht, die genau die gleiche Auslastung, wie die Anlagen zuvor, erfuhren. Die zehn Panasonic-Performarc-Schweißrobotersysteme wurde mit der Panasonic Tawers Technologie, also der Fusion von Manipulator, Robotersteuerung und Schweißstromquelle, ausgestattet: „Uns ist bewusst, dass ständige Investitionstätigkeiten zu einem hohen technologischen Standard führen. Aber das ist unser Anspruch! Wir wollen stets auf dem neusten Stand der Technik sein, und das sind wir mit den Technologien von Panasonic im Bereich des Schweißens!“, so Stöhr. Neben der Technologie sind die bereits 2011 etablierten Zellen mit einem TA-1400WG3 ausgestattet.

Hoch dynamische Drahtförderung

Analog zur Automobilindustrie steigt auch die Auftragslage der Paul Hafner GmbH. Zwei neue PerformArc Schweißsysteme sind für dieses Jahr bereits fest eingeplant. Die Ausstattung hat sich, aufgrund der neuen innovativen Möglichkeiten, leicht verändert: So entschied sich das Unternehmen für den Panasonic Hot Active Wire Prozesse, der zur Familie der Tawers-Technologie gehört. Dieser Prozess basiert auf einem modifizierten Stromlauf in Verbindung mit einer hoch dynamischen Drahtförderung. Dank der Erweiterung des nutzbaren Lichtbogenbereiches durch die Technologie, erhöht sich das Anwendungsspektrum bei Blechdicken bis zu 2,3 mm für das MAG-Schweißen. Die Vorteile:

  • 1. Gewährleistung eines tieferen Einbrandes;
  • 2. Hervorragende Spaltüberbrückung;
  • 3. Starke Reduktion von Schweißspritzern sowie Schmauch an den Bauteilen;
  • 4. Optimierte Schweißbadkontrolle;
  • 5. Die Realisierung von hohen Schweißgeschwindigkeiten.

„Wir wollen innovativ bleiben und die Technologien in unserem Hause halten. Damit überzeugen wir unseren Kunden! Und Panasonic Robot & Welding hat uns mit der Hot Active Technologie überzeugt“, ergänzt Stöhr.

Hybrider Schweißmanipulator mischt jetzt mit

Mit dem hybriden Schweißmanipulator der Panasonic TM-1400WG3 ist Paul Hafner auf dem neusten Stand der Technik. Den hybriden TM-1400WG3 zeichnet ein integriertes Schlauchpaket aber eine extern, separat laufende Drahtzuführung aus. Ein extern verlegter Drahtförderschlauch hat einen weicheren Bogen und somit weniger Reibung. Im Hinblick auf Torsion bietet diese Lösung ideale Voraussetzungen. Durch diese Ausstattung ist es nicht nur möglich, die hohe Drahtvorschubgenauigkeit zu erhalten, sondern auch Interferenzen durch den separaten Brenner und der vereinfachten Drahtführung auszugleichen. Die zentrale Hohlwellenführung, mit paralleler Verlegung des Schlauchpaketes zum Roboterarm, minimiert die Auswirkungen der Masseträgheit und möglicher Interferenzen. Stöhr fasst zusammen: „Investitionen müssen sich immer auf die Qualität unserer Produkte auswirken; Mit den Schweißnähten von Panasonic Robot & Welding sind wir nicht nur zufrieden, sondern können auch vor unseren Kunden mit der Optik der Nähte glänzen“. MM

(ID:44390415)