VDE Der Robo-Butler ist auf dem Vormarsch

Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Ulrike Gloger

Hinter dem Begriff „Ambient Assisted Living“ (AAL) verbergen sich smarte technische Assistenzsysteme, die zum Beispiel älteren Menschen ein selbständiges Leben in häuslicher Umgebung ermöglichen sollen. Aus nationaler Sicht positioniert sich vor allem der VDE Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik e.V. als einer der Vorreiter.

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Prof. Dr. Stefan Jähnichen, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik, Berlin, und Professor im Fachbereich Softwaretechnik der TU Berlin: „Die Unternehmen und Hersteller müssen sich selbst stärker für branchen-übergreifende Schnittstellen öffnen.“ Bild: VDE
Prof. Dr. Stefan Jähnichen, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik, Berlin, und Professor im Fachbereich Softwaretechnik der TU Berlin: „Die Unternehmen und Hersteller müssen sich selbst stärker für branchen-übergreifende Schnittstellen öffnen.“ Bild: VDE
( Archiv: Vogel Business Media )

Bereits im Frühjahr war der VDE als erste deutsche Organisation der Continua Health Alliance beigetreten. Der Verband gehört damit neben Unternehmen wie Intel, Samsung, Hospital Partners, Philips oder Panasonic zu den weltweit 150 Mitgliedern der Allianz.

Tele-Health: ein Wachstumsmarkt

Um derartige internationale Kooperationsplattformen herum formiert sich derzeit ein neuer Markt, um für sogenannte für Tele-Health-Systeme neben sinnvollen Anwendungen auch Standards für die interoperable Kommunikation und Vernetzung zu entwickeln.

Die inhaltliche Diskussion brachte der Elektroverband nun in das Positionspapier „Intelligente Assistenzsysteme im Dienst für eine reife Gesellschaft“ ein. Die Technik solle dabei bedarfsgerecht und auf den Nutzer zugeschnitten sein, gibt Stefan Jähnichen zu bedenken, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik in Berlin.

SOA soll Interoperabilität verbessern

Um die Integration von neuen Diensten in einer hohen Qualität zu gewährleisten, regt der Professor vom Fachbereich Softwaretechnik an der TU Berlin maßgeschneiderte serviceorientierte IT-Architekturen (SOA) an. Diese sollen die bislang fehlende Interoperabilität zwischen proprietären Produkten beseitigen, indem sie für übergreifende Standards sorgen, „bis hin zur Middleware für die Entwicklung neuer Dienste und Anwendungen“, so Jähnichen.

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