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Laserschneiden Deutsche 3D-Lasertechnik gewinnt US-Award

| Redakteur: Peter Königsreuther

Jenoptik wird mit dem Vision Award 2013 für ihre überzeugende Entwicklungsleistung bei der 3D-Lasermetallbearbeitung ausgezeichnet. Premiert wurde die Jenoptik-Votan BIM, eine Laseranlage, die nach Meinung der Jury das größte Zukunftspotenzial für das 3D-Schneiden komplexer Teile birgt.

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Eine Jenoptik-Votan BIM bei der konturgetreuen Bearbeitung eines Strukturteils.
Eine Jenoptik-Votan BIM bei der konturgetreuen Bearbeitung eines Strukturteils.
(Bild: Jenoptik)

Eingesetzt wird die Anlage vor allem zum Laserschneiden von komplexen 3D-Metallbauteilen, wie der Hersteller berichtet. Den technischen Fortschritt habe Jenoptik laut Jury mit der Laserschneidanlage eindeutig nachgewiesen. Die Hauptkriterien, um den Vision Award zu erhalten, waren die drei Aspekte Innovation, Nutzen und Auswirkung. Gesponsert vom US-amerikanischen Technologiemagazin "High Tech Views", wurde das Award-Programm 1996 ins Leben gerufen, um Innovationen in Anwendungen der Informationstechnologie auszuzeichnen. Im Zentrum der Bewertung stehe der aus den Entwicklungserfolgen resultierende reale Nutzen für die Anwender.

Laserschneiden für Anspruchsvolle

Die Jenoptik-Sparte hatte die Laserschneidanlage Jenoptik-Votan BIM (Beam in Motion) im Herbst 2012 erstmals live in den USA präsentiert. Die Anlage kombiniert einen feststehenden Laser mit robotergestützten Bewegungsabläufen, wie es weiter heißt. Das Kernstück der Anlage sei ein Laserroboter mit integrierter Strahlführung. „Der Roboterarm ist einzigartig, weil der Laserstrahlengang vollständig integriert ist und so im Bereich von etwa 100 μm präzise geführt werden kann“, so Christon Manzella, Vertriebsleiter des Jenoptik-Geschäftsbereiches Laseranlagen in Nordamerika. „Die Innovation in der Jenoptik-Votan BIM gründet sich auf ihre Flexibiltät im Einsatz, ihre Bearbeitungsgeschwindigkeit und die sich ergebenden Wirtschaftlichkeitseffekte auf den Gesamtprozess sowie die niedrigen Investkosten“, wie Manzella aufzählt.

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Die Achsen des Roboterarms bewegen sich im Idealfall etwa 60 % schneller als es der Normwert in der Lasermetallbearbeitung vorgibt. Deshalb werden mit der Jenoptik-Anlage kürzere Taktzeiten gemessen, als sie von den konventionellen Metall bearbeitenden Laserrobotern erreicht würden.

Kompakte Laseranlage spart Energie und Kosten

Mit dem neuen Anlagenkonzept könne derzeit eine maximale Laserleistung von 5 kW genutzt werden. Die Vorteile des integrierten Robotersystems, wie seine hohe Mobilität und gute Zugänglichkeit sowie die Präzision in Kombination mit hoher Dynamik können voll und ganz auseschöpft werden. Ihre Abnehmer findet die Jenoptik-Votan BIM in Unternehmen, die das Laserschneiden von 3D-Metallbauteilen, insbesondere für die Automobilbranche nutzen und etwa komplexe 3D-Karosserie- und Konstruktionsteile oder hydrogeformte Rohre für Auspuffanlagen und Car Body Komponenten herstellen.

Aber auch die Bearbeitung von Konturen und das Schneiden von Funktionsöffnungen in Bauteilen für sogenannte "weiße Ware" sowie in Tanks und Behältern meistert die Laseranlage tadellos, wie es heißt. Weitere mögliche Anwendungsfälle für die Votan BIM sind die Bearbeitung von dünnen Metallteilen und anspruchsvollen Profilen, wie sie für die Komponenten von Absaug- oder Abgasanlagen typisch sind.

Konturtreue Laserbearbeitung

Zusätzliche Vorteile für die Nutzer der Votan BIM sind die besonders gute Konturtreue bei hochwertigen Schnittergebnissen, die vergleichsweise kurzen Inbetriebnahme- und Umsetzungszeiten sowie die geringen Betriebskosten durch energetisch sparsame Strahlquellen. Außerdem zeichne sich die Laserschneidanlage durch ihre kompakte Bauweise und die äußerst flexible Handhabung aus.

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