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Spaceport America Deutsche Firmen liefern komplexes Edelstahl-Teil für Weltraumbahnhof

| Redakteur: Stéphane Itasse

Für den weltweit ersten kommerziellen Spezial-Flughafen für Weltraumtouristen „Spaceport America“ in New Mexico im Südwesten der USA hat der Stararchitekt Sir Norman Foster eine futuristisches Terminal bauen lassen. Wesentliche Teile der wellenförmigen Dachkonstruktion, die ein wenig an einen Rochen erinnert, sind aus farbigem Edelstahl von deutschen Herstellern gestaltet.

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Der am 17. Oktober eröffnete „Spaceport America“ kam mit Beteiligung deutscher Hersteller zustande. (Bild: Thyssenkrupp)
Der am 17. Oktober eröffnete „Spaceport America“ kam mit Beteiligung deutscher Hersteller zustande. (Bild: Thyssenkrupp)

Dieser Edelstahl wurde von den deutschen Unternehmen Thyssenkrupp Nirosta (Krefeld), Christian Pohl GmbH (Köln) sowie Inox Color (Walldürn) hergestellt, in die erforderliche Form gebracht und in einem Spezialverfahren gefärbt, wie der Stahlkonzern mitteilt.

1400 m² Radiusbleche aus Edelstahl

Der äußere Rand der Dachkonstruktion ist aus Edelstahl der Thyssenkrupp Nirosta hergestellt. Diese wellenförmige Verkleidung umfasst etwa 1400 m² Radiusbleche, die aus dem Werkstoff Nirosta 4301 mit der Oberfläche „Microleinen“ ausgeführt wurden.

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Damit sich das Terminal gut in die Umgebung einfügt, wurden die 1,5 mm starken Bleche dann von der Firma Inox Color mit dem speziellen Inox Spectral-Verfahren behandelt. Dabei erhielten die Bleche in einem elektrochemischen Prozess ihre bronzene Farbe.

Dachrandprofile aus Edelstahl äußerst schwer zu fertigen

Im Anschluss an die Farbgebung gingen die Teile zur Weiterverarbeitung an die Christian Pohl GmbH. Diese fertigte daraus im nächsten Arbeitsschritt die gerundeten Dachrandprofile. Die Herstellung solcher abgerundeter Kanten, so genanter „Bullnose“, ist äußerst anspruchsvoll.

Auf einer Fläche von mehr als 70 km² wird an der Zukunft des Weltraumtourismus gearbeitet und einer neuer Weg geschaffen, um ins Universum zu reisen. Hinter dem Projekt steht unter anderem der britische Milliardär Sir Richard Branson, der seit Jahren versucht, die kommerzielle Raumfahrt aufzubauen und für einen größeren Personenkreis erschwinglich zu machen.

Ausflüge ins Weltraum für Jedermann angestrebt

Dessen Trägerflugzeuge und Raumschiffe bringen die Freizeit-Astronauten nach einem Steigflug ins All. Als Astronaut gilt, wer 100 km Flughöhe erreicht hat. Nach ein paar Minuten Schwerelosigkeit in der Erdumlaufbahn geht es dann wieder zurück auf den blauen Planeten. Obwohl der Abstecher in den Kosmos recht kurz ist, müssen die Fluggäste zuvor ein dreitägiges Training durchlaufen.

Virgin Galactic, das von Bransons Virgin Group gegründete Unternehmen, das den Weltraum-Tourismus für jedermann möglich machen will, bietet Flüge von 200.000 US-Dollar (rund 150.000 Euro) aufwärts an. Mehrere Hundert Passagiere haben sich bereits für die Ausflüge ins Universum angemeldet und ihr Weltraum-Abenteuer gebucht, wie Thyssenkrupp berichtet.

Bau des Weltraumbahnhofs 2009 gestartet

Mit dem Bau von „Spaceport America“ wurde im Juni 2009 auf einem Wüstengelände im US-Bundesstaat New Mexico begonnen. Neben der drei Kilometer langen Start- und Landebahn ist Kern des gesamten Areals das Aufsehen erregende Terminal, vom dem aus Virgin Galactic Weltraumtourismus betreibt. Für dieses Hauptgebäude wurde ein internationaler Design-Wettbewerb veranstaltet, den die weltbekannte Architekturgemeinschaft „Foster + Partners“ (London) in Verbindung unter anderem mit der Ingenieurs-Gemeinschaft URS Corporation gewann.

Die organische Form der Design-Ikone ähnelt einer kleinen Erhebung in der Landschaft. Im Inneren befinden sich unter anderem eine Abflug-Lounge mit riesigen Aussichtsfenstern, Umkleidekabinen, eine Kantine und eine Kontrollstation. Astronauten und Besucher betreten das High-Tech-Gebäude mit der geschwungenen Form durch einen tunnelartigen Einschnitt in die Landschaft.

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