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Ausblick 2012

Deutsche Industrie wächst mit gebremstem Schaum

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Die mit den – nach wie vor intakten – globalen realwirtschaftlichen Megatrends verbundenen Herausforderungen seien ohne die zentralen Technologien der Elektroindustrie nicht zu meistern. Dazu zählen: mehr Klimaschutz, mehr Energie- und Ressourceneffizienz, die Bewerkstelligung der Energiewende, mehr technologische Intelligenz, die Bewältigung des demografischen Wandels, mehr Sicherheit und mehr Infrastruktur.

Hoher Auftragsbestand beflügelt Werkzeugmaschinenbau

Eine konkrete zahlenmäßige Prognose für das neue Jahr wagt man beim Verein deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) noch nicht. VDW-Vorsitzender Martin Kapp geht aber davon aus, „dass es 2012 mit der Branchenkonjunktur sehr gut weitergehen wird“. Schließlich gewährleiste der aktuelle durchschnittliche Auftragsbestand in den Unternehmen eine Auslastung der Kapazitäten für rund zehn Monate. Aus diesem Grund könne die Branche dem Jahr relativ gelassen entgegensehen.

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Einigermaßen zuverlässige gesamtwirtschaftliche Prognosen abzugeben, ist momentan schwierig wie selten zuvor. „Dichter Nebel umgibt derzeit die Konjunkturprognosen. Die Unsicherheit über die aktuellen Konjunkturaussichten einerseits und die mittelfristigen Perspektiven andererseits ist größer als sonst“, meint Prof. Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft.

Wirtschaftsforscher über mögliches Wachstum uneins

Die Ergebnisse der aktuellen IW-Herbstumfrage signalisieren eine deutlich nachlassende Dynamik der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr und damit eine gestiegene Rezessionsgefahr, aber noch keine Rezession. Hüther: „Wir gehen davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2012 um rund 1% zulegen wird. Die Beschäftigung wird weiter leicht ansteigen.“

Deutlich zurückhaltender gibt sich das Münchener Ifo-Institut, das Deutschland ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von lediglich 0,4% zutraut. Ähnlich die Meinung des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Auch Deutschland werde sich von der Verschlechterung der internationalen Konjunktur nicht abkoppeln können, ist man dort der Meinung, was zur Folge habe, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2012 nur schwach – konkret um 0,3% – zunehmen dürfte. Darüber hinaus seien die Risiken groß. Sollten etwa die Refinanzierungskosten im deutschen Bankensystem, anders als in dieser Prognose unterstellt, stark zunehmen, würde die gesamtwirtschaftliche Produktion nach Einschätzung der IWH-Auguren 2012 sogar schrumpfen.

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