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Ausblick 2012

Deutsche Industrie wächst mit gebremstem Schaum

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Euro-Krise könnte deutsche Wirtschaft noch belasten

Eine solche Schrumpfung ist für Prof. Dr. Gustav A. Horn, Chef des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, bereits ausgemacht. Wie aus der am 20. Dezember 2011 publizierten Prognose des IMK hervorgeht, wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland 2012 um 0,1% im Jahresdurchschnitt zurückgehen – nach einem Wachstum von 3% im Jahr 2011.

Als Hauptursachen für die drastische wirtschaftliche Abkühlung haben die Düsseldorfer Konjunkturexperten die nach wie vor ungelöste Vertrauenskrise im Euroraum sowie die ausgeprägten Sparprogramme in immer mehr Ländern der Währungsunion und der EU ausgemacht. Beide Faktoren führen nach Einschätzung der IMK-Konjunkturforscher den Euroraum als Ganzes in eine Rezession: Das BIP in der Währungszone sinkt um 0,6% im Jahresdurchschnitt 2012.

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Zeitarbeit als Flexibilitätsreserve erhalten und nutzen

Angesichts solcher Volatilitäten mahnt VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner, „den Instrumentenkasten zur Kompensierung möglicher Umsatz- und Ergebniseinbußen gut gefüllt bereitzuhalten“. Dazu gehört für ihn auch die momentan nicht sonderlich gut beleumundete Zeitarbeit, die, wie aus einer VDMA-Kurzumfrage vom Herbst 2011 hervorgeht, als Flexibilisierungsinstrument wichtig für den Maschinenbau ist.

„Aktuell beschäftigen wir zusätzlich zu unseren Stammbelegschaften 6% Zeitarbeitnehmer. Die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Übernahme ist hoch und unsere Firmen nutzen das Instrument vornehmlich nicht aus Kostengründen“, erläutert Lindner.

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