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Chinageschäft

Deutsche Unternehmen in China zeigen Vertrauen in den chinesischen Markt

| Redakteur: Jürgen Schreier

Obwohl die Weltwirtschaftskrise nicht spurlos an China vorübergegangen ist, schätzen deutsche Unternehmen in China ihre Lage grundsätzlich positiv ein. Sie rechnen damit, dass sich die chinesische Wirtschaft im ersten Halbjahr 2010 wieder erholen wird. Zu diesem Ergebnis kommt der „Greater China Business Confidence Survey“ der Auslandshandelskammern (AHK) in Greater China und Fiducia Management Consultants.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Während die Mehrheit der Umfrageteilnehmer – vorwiegend kleine und mittelständische Unternehmen – angab, dass sich die Weltwirtschaftskrise moderat auf ihr Geschäft ausgewirkt habe, sind rund ein Viertel stark betroffen. Von den betroffenen Unternehmen sagten 82%, dass sie weniger Neuaufträge erhielten. Bei 31% wurden bestehende Aufträge storniert. Gleichzeitig aber gab rund die Hälfte der Teilnehmer gleiche oder gesteigerte Umsätze für die vergangenen 12 Monate im Vergleich zum Vorjahr an.

Unternehmensgewinne unter Druck

Während die Umsatzrückgänge nicht unbedingt signifikant sind, haben sich jedoch die Gewinne nach Aussage von 61% der Befragten verringert. Als Grund wird eine Kombination aus Umsatzeinbußen und die nur begrenzte Fähigkeit, die größen Fixkosten (vor allem im Personal- und Marketingbereich) zu reduzieren.

Folglich war die Erhaltung von Liquidität die größte Herausforderung für deutsche Unternehmen im ersten Quartal 2009. Obwohl die Befragten den Eindruck hatten, dass sich die Zahlungsmoral ihrer Kunden deutlich verschlechtert hat, konnten nur 26% ihre Zahlungsbedingungen verschärfen.

50% der deutschen Unternehmen in China setzen auf Kostenreduzierung

Annähernd drei Viertel der befragten Unternehmen erwartet, dass sich die chinesische Wirtschaft spätestens in der ersten Hälfte des Jahres 2010 erholen wird. Das sind deutlich optimistischere Ergebnisse als bei der letzten Umfrage im Jahr 2008. Ungeachtetes dessen haben sich 60% der Befragten entschieden, weitere Investitionsvorhaben auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Während die Hälfte mit wachsenden Umsätzen innerhalb der nächsten zwölf Monate anstrebt, wollen die anderen 50% primär die Kosten in den Bereichen Personal und Marketing reduzieren.

Konjunkturprogramm trägt Früchte

Das mit 460 Mrd. Euro augestattete Konjunkturpaket der chinesischen Regierung hat bereits zu einer Steigerung des Bruttoinlandsproduktes geführt. Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen in China gehen davon aus, dass sie von dem Konjunkturpaket profitieren können – insbesondere durch indirekte externe Effekte, die sich posititiv auf unterschiedliche Industrien auswirken könnten, darunter auch die Automobilbranche.

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