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Manager in der Krise

Deutschen Managern fehlt es an Gewinner-Mentalität

| Redakteur: Jürgen Schreier

Denn sie wissen nicht, was sie tun: Schenkt man einer Studie des Swiss Institute for Business Intelligence für die Beratungsfirma Prime People AG Glauben, so sind Deutschland Manager (größenteils) das Geld nicht wert, das allmonatlich auf ihrem Konto landet. Denn ihnen fehlt die Siegermentalität.

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Viele deutsche Mangeer sind zwar (mittlerweile) teuer, nur wenige aber wirklich top, wie eine Studie der Unternehmensberatung Prime People zeigt.
Viele deutsche Mangeer sind zwar (mittlerweile) teuer, nur wenige aber wirklich top, wie eine Studie der Unternehmensberatung Prime People zeigt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Nur die Hälfte der deutschen Manager trägt die Vision ihrer Firma und damit ihres Arbeitgebers mit und hat deshalb deutliche Defizite bei der Umsetzung von Entscheidungen und Strategien, haben die Schweizer Analysten herausgefunden. Zusätzlich erschwere die innerbetriebliche Zusammenarbeit die erfolgreiche

Implementierung von Strategien: Bei 44% der Führungskräfte in Unternehmen sind Aufgaben, Entscheidungskompetenzen und Verantwortungen nicht klar geregelt, 73% der befragten Führungskräfte vermissen zudem die Integrität der obersten Führungsebene spürbar. Nach dem Ergebnis der Umfrage haben sich 66% der Manager eine Verlierer-Mentalität zu Eigen gemacht: Sie beschäftigen sich mehr mit Jammern und Schuldzuweisungen als mit aktiver und konstruktiver Problemlösung.

Die richtige Einstellung führt zum Wettbewerbsvorteil

Nach Ansicht von Anton A. Grässle, Verwaltungsrat der schweizerischen Prime People AG, der auch in Deutschland viele namhafte deutsche Unternehmen und Vorstände berät, ist die falsche Management-Einstellung einer der Hauptursachen für die Bewältigung der aus der derzeitigen Wirtschaftskrise erwachsenden Anforderungen. „Je härter der Überlebenskampf von Unternehmen, desto mehr kommt es darauf an, Entscheidungen, Strategien und Veränderungen im Unternehmen schnell, effizient und nachhaltig von oben nach unten umzusetzen, so der Management-Experte. Das Bermuda-Dreieck für jeden erfolgreichen Implementierungsprozess liegt vor allem in der unzureichenden Zusammenarbeitskompetenz und -kultur der Unternehmen“

Untersuchungen haben gezeigt, dass die richtige Einstellung zu einem messbaren Wettbewerbsvorteil führt. Grässle: „Die nachhaltige Implementierung einer Gewinner-Mentalität führt zu einer Performance-Steigerung von bis zu 30% und damit zu einem nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Deutsche Manager auf der Verlierer-Strecke

Unter diesen Umständen lässt sich auch leicht erklären, warum es (schlecht motivierten) Managern schwer fällt, wettbewerbssensible Entscheidungen, Strategien und Veränderungen im Betrieb von oben nach unten um- und durchzusetzen. So gab nur ein Drittel der Befragten Führungskräfte an, über eine eigentliche Gewinnermentalität zu verfügen. Damit sind 66% der Befragten kaum oder nur wenig erfolgsorientiert. In der Folge produzieren diese Führungsleute in lediglich 53% der Konflikt-Fälle Ergebnisse, die zu einer Win-Win-Situation für die Beteiligten führen – beinahe die Hälfte der Mitarbeiter bleibt auf der (Verlierer-)Strecke. Statt ein positives Kooperations-Klima zu schaffen, schafft das Management vor allem aufreibende und unfruchtbare Konkurrenzsituationen.

40% Effizienzverlust schmerzen

Die innerbetriebliche Zusammenarbeit wird von in vier von zehn Führungskräften als unbefriedigend eingestuft, was zu schmerzhaften Effizienzverlusten führt. „Würden die Firmen die Zusammenarbeit im eigenen Unternehmen fördern, verbessern und optimieren“, Grässle, „ließen sich diese 40% deutlich reduzieren und in einen bis dahin unausgeschöpften Wettbewerbsvorteil ummünzen.“ In Konkurrenzmärkten, wo Unternehmen oft erbittert um jedes Zehntelprozent kämpfen, um sich Vorteile zu verschaffen, eröffnen die Ergebnisse der Studie völlig neue Perspektiven.

Grässle: „In fast allen Firmen ist die Implementierung von Entscheiden top-down stark verbesserungsbedürftig. Dazu müssen gründliche und professionell gestaltete Umsetzungsprozesse und eine entsprechende Kooperationskultur geschaffen werden, die sich unter anderem durch eindeutige und verbindliche Regeln mit Konsequenzen, sowie ein umfassendes Controlling auszeichnen. Voraussetzung dazu sind allerdings Manager mit einer Gewinnermentalität. Diese ist und bleibt das unersetzliche Lebenselixier für eine erfolgreiche Führung und Zusammenarbeit in Unternehmen.“

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