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VDMA Deutscher Maschinenbau verharrt in Stagnation

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die deutschen Maschinenbauer haben im Februar in Starre verharrt: Der Auftragseingang bewegte sich exakt auf Vorjahresniveau, also ±0, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilt.

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Eurokrise und positive Entwicklungen in Asien halten sich derzeit für den deutschen Maschinenbau in Waage.
Eurokrise und positive Entwicklungen in Asien halten sich derzeit für den deutschen Maschinenbau in Waage.
(Bild: Schäffler)

Das Inlandsgeschäft stieg um 2 %, das Auslandsgeschäft lag um 1 % unter dem Vorjahresniveau, wie es weiter heißt. Im Dreimonatsvergleich Dezember 2012 bis Februar 2013 ergibt sich insgesamt ein Plus von 1 % im Vorjahresvergleich. Die Inlandsaufträge lagen bei minus 1 % , die Auslandsaufträge bei plus 2 %.

Maschinenbau spürt schwache Wirtschaft in der Eurozone

„Im Februar 2013 bewegten sich die Auftragseingänge des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus insgesamt exakt auf Vorjahresniveau. Die Inlandsorders konnten dank eines Großauftrags ein kleines Plus verzeichnen. Das Auslandsgeschäft wurde belastet durch eine eher schwache Nachfrage aus dem Euro-Partnerländern, während die Kundenorders aus dem Nicht-Euro-Raum stagnierten. Unterm Strich stand beim Ausland ein kleines Minus“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis.

Die Belastungen aus dem Euro-Raum kommen für Wiechers etwa angesichts der Wahl in Italien nicht überraschend. „Insgesamt ist das Geschäft noch nicht wieder in Gang gekommen“, resümierte er. Angesichts des wirtschaftlichen Umfeldes sei das kleine Minus im Auslandsgeschäft kein schlechtes Ergebnis.

Die ruhige Entwicklung spiegelt sich laut VDMA-Chefvolkswirt auch im Auftragsbestand, der mit 5,8 Monaten im Februar 2013 exakt dem des vergangenen Oktobers entspricht. Dabei gebe es unterschiedliche Entwicklungen in den Fachzweigen. „Leichte Rückgänge des Auftragsbestandes verzeichneten wir bei den Werkzeugmaschinen oder auch bei den Kompressoren, allerdings nichts aufregendes. Leichte Zugewinne können wir bei lagerabhängigen Bereichen verzeichnen: Antriebstechnik und Fluidtechnik waren ja arg gebeutelt, das ist offenbar zu einem zu einem Stillstand gekommen“, wie Wiechers berichtet.

Maschinenbau exportiert deutlich mehr nach China

Nach seiner Ansicht hatte der deutsche Maschinenbau, gemessen an den Erwartungen, im Frühjahr 2013 einen guten Start: „Wir hatten einen Produktionsrückgang von lediglich 0,5 % im Januar, die Beschäftigung konnte um 2000 Mitarbeiter im Vergleich zum Dezember ausgebaut werden und die Exporte legten sogar um 1 % zu.“ Besonders stark seien im Januar die deutschen Maschinenexporte nach China mit eine Plus von 12 % gewachsen.

„Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling, aber es gibt auch aus anderen Märkten gute Signale“, machte Wiechers den Maschinenbauern Hoffnung. So seien die Asean-Staaten weiter expansiv, und auch im Geschäft mit Russland gebe es nach wie vor schöne Zuwächse.

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