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Deutschland – Land der Ideen Deutschlands Ideenelite präsentiert ihre Innovationen

Redakteur: Victoria Sonnenberg

Der bundesweite Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ macht das Potenzial des Innovationsstandorts Deutschland sichtbar. Im Rahmen des Wettbewerbs stellen Unternehmen, Initiativen und Einrichtungen ihre Ideenvielfalt, Kreativität und das Engagement der Menschen in Deutschland unter Beweis.

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Bild 1: Die Anlagenplattform von 4Jet Technologies erlaubt die Laserbearbeitung flexibler Solarzellen, die aufgrund des Gewichts auch in mobilen Anwendungen eingesetzt werden können.
Bild 1: Die Anlagenplattform von 4Jet Technologies erlaubt die Laserbearbeitung flexibler Solarzellen, die aufgrund des Gewichts auch in mobilen Anwendungen eingesetzt werden können.
(Bild: 4Jet)

Seit 2006 veranschaulicht der Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ in Kooperation mit der Deutschen Bank, dass Deutschland ein Land der Ideen ist. Seitdem stehen 365 auserwählte Orte Jahr für Jahr für die Kreativität und Ideenvielfalt Deutschlands.

Die auserwählten Orte machen sichtbar, dass die Grundlage jeder Innovation Ideen sind. Mit Kreativität und Engagement umgesetzt, erlangen sie Vorbildwirkung und machen Mut, neue Wege zu beschreiten. Damit sind die Preisträger Botschafter für das Land der Ideen und den Innovationsstandort Deutschland.

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Mehr als 2000 eingereichte Ideen beweisen geistigen Reichtum

Zu den mehr als 2000 eingereichten Ideen und Projekten zählt beispielsweise die 4Jet Technologies GmbH aus Alsdorf bei Aachen. Mit einem weltweit einzigartigen Anlagenkonzept kann sie hauchdünne, leitfähige Schichten auf Kunststofffolien mit einem Laser selektiv abtragen und diese strukturieren. Diese neue Lösung eignet sich zur Oberflächenbearbeitung beispielsweise dünner und biegsamer Displays, wie sie etwa in Smartphones und Tablet-PC verwendet werden. Auch für andere Produkte und Branchen – wie zum Beispiel organische LED oder die Solartechnik – bedeutet die Lasertechnik einen großen Fortschritt (Bild 1).

Mit einer ressourcenschonenden Schweißtechnik hat es die Laser-Pulver-Auftragschweißtechnik des Unternehmens Gall & Seitz mit Sitz in Hamburg unter die 365 begehrten Plätze geschafft. Um eine längere Lebensdauer von Werkstücken und Maschinen zu erreichen, repariert der Hersteller defekte Teile nicht nur, sondern rekonditioniert sie. Dazu nutzt der Schiffsreparaturbetrieb die Technik des Laser-Pulver-Auftragsschweißens. Defekte Teile werden dadurch in den Originalzustand versetzt und sogar nachhaltig verbessert. Die Rekonditionierung schafft ein enormes finanzielles Einsparpotenzial und schont Ressourcen.

Kontaktfreier Induktionsvorschub für Umformmaschinen verbraucht weniger Energie

Eine ebenfalls umweltfreundliche Innovation für Deutschland hat der Hersteller Tecodrive aus Garbsen entwickelt. Mit einer auf Magnetismus basierenden Idee hat das Unternehmen einen kontaktfreien Induktionsvorschub für Umformmaschinen entwickelt. Dabei wird das Werkstück wie von Zauberhand auf der Umformmaschine in die zur Bearbeitung notwendigen Positionen bewegt, statt wie üblich von Walzen und Zangen transportiert zu werden.

Das Verfahrung per Induktion ist bis zu 100 % schneller, beschädigt das transportierte Material nicht, verbraucht mindestens 50 % weniger Energie und spart zudem durch seine wartungsfreundliche Konstruktion Kosten ein. Aus Tuttlingen ist ebenfalls eine Innovation hervorzuheben.

MI-Report verbessert Patientensicherheit von Krankenhäusern

Das dort ansässige Unternehmen Karl Storz überzeugte mit seinem MI-Report (Medical Information). Mit diesem Report können Chirurgen vom Operationstisch aus direkt auf patientenbezogene Daten wie Röntgen- und Bildbefunde zugreifen, ohne dabei die Sterilität zu gefährden. Die Bedienung erfolgt intuitiv durch Bewegungen des Arztes über ein am Haltearm befestigtes Steuerungsgerät.

Die Daten werden über einen Server oder lokal, etwa per USB-Stick, zur Verfügung gestellt. Dadurch kann der MI-Report praktisch in jeden Operationssaal integriert werden. Mit diesem System lassen sich die Effizienz und die Patientensicherheit von Krankenhäusern steigern (Bild 2).

Der elektrische Radnabenmotor – ein innovatives Antriebskonzept für Elektrofahrzeuge der Zukunft, ist der Wettbewerbsbeitrag der Brabus GmbH aus Bottrop. Um zu zeigen, dass man auch mit Fahrzeugen der Oberklasse zukünftig emissionsfrei und dennoch gewohnt dynamisch unterwegs sein kann, hatte das Unternehmen zwei Modelle der Mercedes-E-Klasse mit solchen Motoren ausgestattet. Durch die positiven Ergebnisse und das seriennahe Verhalten wurden sowohl Hersteller als auch Endverbraucher auf eine komfortable Version der Elektromobilität aufmerksam gemacht.

Bundesregierung, BDI und „Land der Ideen“bilden ein weltweit einzigartiges Projekt

Weitere 360 Projekte und Entwicklungen haben es unter die „Ausgewählten Orte 2012“ geschafft. Der Spitzenreiter war Nordrhein-Westfalen mit 68 eingereichten und angenommenen Ideen und Projekten, dicht gefolgt von Bayern mit 46, Berlin mit 45 und Baden-Württemberg mit 41 erfolgreichen Bewerbungen. Die Zusammenarbeit der Bundesregierung und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) sowie der Marke „Land der Ideen“ bilden ein weltweit einmaliges Projekt mit Symbolcharakter. Seither hat die Initiative mit vielen Unternehmen und Bundesministerien zahlreiche Projekte erfolgreich realisiert. Darunter auch der Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“, um Bildungsgerechtigkeit für Kinder und Jugendliche zu fördern. Auch das „Innovationskraftwerk“ ist eine gemeinsame Initiative und die erste Open-Innovation-Plattform, die in dieser Form neben Innovations- und Problemlösungsprozessen in der Wirtschaft auch wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Fragestellungen behandelt.

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