Maschinen- und Anlagenbau Dezember 2011 bringt Minus beim Auftragseingang von 10%

Redakteur: Jürgen Schreier

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau war im Dezember 2011 deutlich im Minus. Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresmonat ging er um real 10% zurück.

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Montage von Spindellagern beim Herzogenauracher Antriebstechnikhersteller Schaeffler Technologies. (Bild: Schaeffler)
Montage von Spindellagern beim Herzogenauracher Antriebstechnikhersteller Schaeffler Technologies. (Bild: Schaeffler)

Wie der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilt, stagnierte das Inlandsgeschäft, während das Auslandsgeschäft um 14% schrumpfte. Im Dreimonatsvergleich Oktober bis Dezember 2011 ergibt sich insgesamt ein Minus von 7% im Vorjahresvergleich. Die Inlandsaufträge lagen mit 1% im Plus. Bei den Auslandsaufträgen gab es ein Minus von 11%.

Weniger deutsche Maschinen im Ausland bestellt

„Im Dezember 2011 verfehlte der Auftragseingang von deutschen Maschinen und Anlagen sein Vorjahresniveau um 10%. Für diesen Rückgang ist allein das Auslandsgeschäft verantwortlich. Dabei muss wieder einmal beachtet werden, dass das Auftragsniveau im Dezember des Vergleichsjahres 2010 ungewöhnlich hoch ausgefallen war“, kommentiert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers die Dezember-Zahlen. Gleichwohl müsse man konstatieren, dass der Auftragseingang weiter rückläufig ist, räumte er ein, aber auch nicht in dramatischem Ausmaß.

Beim Blick auf das Gesamtjahr 2011 hat der deutsche Maschinen- und Anlagenbau allerdings keinen Grund zur Klage. „2011 war ein erfolgreiches Jahr. Wir hatten einen Zuwachs im Inland von 13%, im Ausland von 9%“, erläutert Wiechers.

Werkzeugmaschinen, Robotik und Automation 2011 besonders erfolgreich

Bei den Fachzweigen gehe der Zuwachs von fast 50% bis hin zu Rückgängen von fast 15%. „Besonders erfolgreich waren im letzten Jahr die Werkzeugmaschinen, die Robotik und Automation, weniger erfolgreich die Holzbearbeitungsmaschinen, die Verfahrenstechnik und auch die Textilmaschinen“, sagt der VDMA-Chefvolkswirt.

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