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AMB 2018

Die AMB bricht alle Rekorde – jetzt heißt es wieder „schaffe, schaffe, Häusle baue"...

| Redakteur: Peter Königsreuther

Wie bereits am zweiten Messetag abzusehen war, kann die Landesmesse Stuttgart nun ein rundum positives Resümee zur AMB 2018 ziehen. Dem Besucher-Run der Zukunft will man erneut mit weiterem Flächenzuwachs begegnen.

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Sturm auf die Hallen der Erkenntnis: Die erwarteten 90.000 Fachbesucher der AMB finden nach Aussage der Landesmesse Stuttgart auf diesem Event das richtige Rüstzeug für die Produktion von morgen. Bereits nach der ersten Halbzeit zeigt sich die AMB 2018 nach Aussage vieler Aussteller, gestützt durch die Zählungen des Veranstalters als wahrer Publikumsmagnet in Sachen Metallbearbeitung. Nicht zuletzt der strahlende, ja praktisch hochsommerliche, Altweibersommer macht die Reise zum reinsten Vergnügen.
Sturm auf die Hallen der Erkenntnis: Die erwarteten 90.000 Fachbesucher der AMB finden nach Aussage der Landesmesse Stuttgart auf diesem Event das richtige Rüstzeug für die Produktion von morgen. Bereits nach der ersten Halbzeit zeigt sich die AMB 2018 nach Aussage vieler Aussteller, gestützt durch die Zählungen des Veranstalters als wahrer Publikumsmagnet in Sachen Metallbearbeitung. Nicht zuletzt der strahlende, ja praktisch hochsommerliche, Altweibersommer macht die Reise zum reinsten Vergnügen.
(Bild: Landesmesse Stuttgart)

Bereits zu ihrer Halbzeit am vorvergangenen Mittwoch hat die 19. AMB alle Rekorde in puncto Besucher gesprengt, wie die Landesmesse Stuttgart in einer Zwischenbilanz berichtete. Wer während der insgesamt fünf Messetage durch die Hallen spazierte, heißt es, dessen Blick habe nur strahlende Gesichter erspäht – egal ob Aussteller oder Besucher. „Die AMB 2018 hat uns positiv überrascht. Mit 1553 Ausstellern auf 120.000 Brutto-Quadratmetern Ausstellungsfläche und 91.016 Besuchern setzt die Messe neue Maßstäbe“, freut sich Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung. Das Einzugsgebiet der AMB habe sich signifikant vergrößert. Und 18 % der Fachbesucher seien aus 83 Ländern zur AMB nach Stuttgart gereist.

Dieser Erfolg bestätigt die Messe Stuttgart laut Aussage von Kromer darin, die im Rahmen ihres Masterplans 2025 angekündigten Maßnahmen zu einer erneuten Erweiterungen, wie etwa den Bau zusätzlicher Parkplätze, einer neuen Halle 11 (die Halle 10 namens Paul-Horn-Halle wurde erst in diesem Jahr eröffnet) sowie eines zweiten Kongresszentrums im Westen des Messeareals, nun zu forcieren.

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Das sagen die AMB-Protagonisten:

Die Besucherqualität habe durch das hohe Niveau überzeugt. Rund drei Viertel der Befragten gaben an, bei Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt zu sein und 78 % kamen mit konkreten Kauf- und Investitionsabsichten zur Messe, heißt es. Mit 36 % mache der Maschinenbau den größten Anteil der Besucherbranchen aus. Danach folgten die metallbe- und -verarbeitende Industrie mit insgesamt 27 %, die Automobil/Fahrzeugbau-Sektor mit 18 %, der Werkzeug- und Formenbau mit 12 % und die Metallbaubetriebe mit 10 %. Über ein Drittel der Besucher ließen wissen, dass sie nur die AMB und sonst keine andere Messe besuchen, betont Kromer. Über die Hälfte davon sei sich sicher, dass die Bedeutung der AMB weiter steigen werde. Weiterempfehlen würden die AMB 88 % der Besucher. „Die Resonanz aus der VDW-Mitgliedschaft hat gezeigt, dass im Inland aber auch im europäischen Markt investiert wird. Gleichzeitig ist das Thema Digitalisierung in der Produktion immer stärker im Fokus,“ resümiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, zur AMB. Vom 15. bis 19 September 2020 feiert man die 20. AMB-Auflage, heißt es.

„Die Stimmung ist vorzüglich, wir haben einen Besucherstrom in einem vorbildlichen Qualitätsniveau erlebt. Es ist mit Abstand die beste AMB aller Zeiten“, lautet die Bilanz des Vorsitzenden des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, Lothar Horn. Für den Geschäftsführer des VDMA, Markus Heseding, zeigt außerdem der riesige Besucherandrang in den Hallen 1 und 3 den Stellenwert, den die Präzisionswerkzeuge für die Wertschöpfung in der Metallbearbeitung haben. Heseding: „Unsere Mitglieder sprechen von einer AMB der Superlative.“

Neu Projekte kurbeln den Informationsdurst an

„Wir sind super zufrieden mit der AMB 2018. Wir sind das erste Mal in der Halle 10 und die neue Standposition gefällt uns sehr gut“, lobt Irene Bader, Direktorin für das globale Marketing bei DMG Mori . Sie schätzt auch das neue Konzept der AMB mit einer anderen Verteilung auf die Hallen. „Das ganze Messegelände hat gebrummt und an dem uns nahe gelegenen Eingang West strömten die Menschen ab 9 Uhr vom ersten Tag an.“ Gleichzeitig stimme auch die Qualität der Besucher. Nach drei Tagen lag die Zahl der zu erstellenden Angebote bereits weit über der letzten AMB.

Dr. Dirk Prust, Geschäftsführer Technik und Sprecher der Geschäftsführung der Index-Werke , hatte anfangs die Befürchtung, dass die extrem gute Konjunktur manchen potenziellen Besucher aus Zeitmangel abhalten könnte. „Das ist überhaupt nicht der Fall.“ Seine Erklärung: „Der Bedarf für die Realisierung neuer Projekte ist so groß, dass man sich einfach informieren muss.“ Diese realen Bedarfe nehmen offensichtlich auch den labilen politischen Einflüssen einen Großteil ihrer Schrecken.

Auch beim Werkzeugmaschinenhersteller Yamazaki Mazak war der Messestand „voller als voll und noch mehr los als bei der letzten AMB“, konstatiert Martin Engels, Geschäftsführer bei Yamazaki Mazak Deutschland . Oft fehle Personal, um die Maschinen zu bedienen, was das Thema Automatisierung in den Mittelpunkt rücke. Engels outet sich als „großer Fan der AMB“. Die Gründe: die Kompaktheit der Messe, der Flughafen vor der Tür und die Lage im Herzen der führenden Maschinenregion Europas.

„Die Qualität der Gespräche hat sich im Vergleich zur letzten AMB noch einmal deutlich gesteigert, wir hatten mehr Entscheider am Stand“, berichtet Dr. Jochen Kress, Geschäftsführer des Präzisionswerkzeuge-Herstellers Mapal Dr. Kress in Aalen. Dabei entwickelten sich die Gespräche in Richtung Gesamtlösung für Projekte. Ein zentrales Thema sei auch die Elektromobilität gewesen, für die Mapal ein neues, spezielles Fräsprogramm entwickelt habe.

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