Jenoptik – Schneiden und Schweißen von Metall Die Dynamik verspricht großen Nutzen

Redakteur: Helmut Klemm

Eine Laserschneidmaschine ist mit einem Roboterarm ausgestattet, in den die Laserstrahlführung integriert ist. Ein kleiner Schneidkopf macht auch enge Stellen zugänglich.

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Die Komponenten der Maschine können entsprechend der Bearbeitungsaufgabe flexibel angeordnet werden.
Die Komponenten der Maschine können entsprechend der Bearbeitungsaufgabe flexibel angeordnet werden.
(Bild: Jenoptik)

Die Jenoptiksparte Laser & Materialbearbeitung zeigt die roboterbasierte Laserschneidmaschine Jenoptik-Votan BIM – BIM bedeutet Beam in Motion. Die Maschine wird als hochflexible, schnelle und kosteneffektive Lösung zur Bearbeitung von Metall vorgestellt, die von Unternehmen der Automobilbranche bereits erprobt worden sei.

Das Herzstück ist ein Laserroboterarm, in den die Laserstrahlführung direkt integriert ist. Die Lasereinkopplung erfolgt über den Roboterfuß, sodass die Transportfaser nicht im Raum mitbewegt werden muss. Dadurch werden nicht nur die Kosten für Wartung und Erneuerung minimiert, sondern auch für die Anlage selbst.

Durch den kleinen Laserschneidkopf mit einem Gewicht von nur 5 kg sind auch enge Stellen leicht zugänglich. Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass die hohe Bahngenauigkeit und die sehr hohe Dynamik des Systems erreicht werden können, die für die 3D-Bearbeitung erforderlich sind.

Mit einer Wiederholgenauigkeit von ± 50 µm sei die Lasermaschine eine der präzisesten ihrer Klasse, betont Jenoptik. Darüber hinaus seien die Achsenbewegungen des Laserarms bis 60 % schneller als die derzeitigen Standards; dies erlaube eine deutlich kürzere Taktzeit im Vergleich zu anderen Robotersystemen.

Die Maschine ist modular aufgebaut, sodass die Komponenten entsprechend der Bearbeitungsaufgabe flexibel im Raum angeordnet werden können. Sie lassen sich alternativ auch auf einer Plattform von etwa 12 m² mit Roboter, Schaltschrank und Drehtisch montieren. Bei der Neuaufstellung kann die Maschine mit einem Gabelstapler transportiert werden, wodurch sich die Installationszeit minimiert.

Außer der Maschine bietet Jenoptik auch Anlagenvarianten auf der Basis des Robotermoduls an. Damit sollen sich auf kleinstem Raum hochproduktive Bearbeitungssysteme mit mehreren Robotern errichten lassen, die parallel an einem Bauteil arbeiten und somit höchste Flexibilität und Leistung bieten.

Konzipiert ist die Laserschneidmaschine vor allem für die Automobilindustrie, um hochkomplexe 3D-Karosserieteile und hydrogeformte Rohre, zum Beispiel für Abgasanlagen, präzise und schnell zu schneiden. Großen Nutzen von den dynamischen Fähigkeit der Maschine könne man jedoch auch beim Laserschneiden von Konturen und funktionalen Löchern in sogenannter weißer Ware, in Tanks und Behältern ziehen, heißt es. (hk)

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